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Wendlingen

Heißer Ritt auf 21 Saiten

17.10.2017, Von Rainer Wendang — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Eyjafjallajökull-Quintett spielte im Treffpunkt Stadtmitte – Wolfgang Amadeus Mozart hätte seine Freude gehabt

WENDLINGEN. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Hartmetaler unter den Rockfans die wahren Romantiker sind, wurde dieser am Donnerstagabend in Wendlingen erbracht. Der gebürtige Kalifornier Daniel Sundy präsentierte mit vier seiner Streicherkollegen von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen ein Crossover-Programm für Streichquintett mit rockig modernen Kompositionen. Arrangements von Bands wie „Black Sabbath“, Iron Maiden“, „Pantera“ und „Megadeth“ sowie einige Eigenkompositionen und ein Stück von Pink Floyd standen auf dem beeindruckenden Programm, durch das der sympathische „Bandleader“ kurzweilig und kompetent führte.

So erfuhr man, dass die düsteren Herren aus Birmingham von „Black Sabbath“, dem einfachen Rock ’n’ Roll überdrüssig, bei der Suche nach neuen Ausdrucksformen zwischen Gruselfilm und Klassik fündig wurden. Ihr gleichnamiges Stück, von vielen als der Urknall des Heavy Metal angesehen, macht auch in der Streicherbesetzung einen guten (Ein)druck: Nach den schweren Anfangsakkorden entwickeln sich über dem gebremsten Rhythmus fast spätromantische lyrische Melodien, zum Teil polyfon, um in der Schlusssequenz in einen treibenden Sechsachtel-Rhythmus mit einer Ersten Violine (Teruyoshi Shirata) in den höchsten Bluestönen zu münden.


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