Wendlingen

Das große Staubecken für die vierte Reinigungsstufe im Klärwerk Wendlingen ist betoniert

12.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Gruppenklärwerk (GKW) in Wendlingen wird seit geraumer Zeit eine vierte Reinigungsstufe gebaut (wie berichtet). Mit dem Verfahren zur Entfernung von Mikroschadstoffen sollen Rückstände aus Medikamenten, anderen Industriechemikalien und Hormonstoffen entfernt werden. Bis Ende März 2017 sollen die Rohbauarbeiten weitgehend fertig gestellt sein. Bislang wurden Gewerke für 8,2 Millionen Euro vergeben, womit sich das Projekt nach Angaben von Geschäftsführer Rainer Hauff im prognostizierten Kostenrahmen befindet. Eine rechtliche Verpflichtung zur Reinigung von solchen Spurenstoffen gibt es bislang nicht, weshalb das Vorhaben eine Freiwilligkeitsleistung des Gruppenklärwerks darstellt. Unterstützt wird das Projekt mit 20 Prozent Landesmitteln. Das GKW wird die erste Kläranlage in den Kreisen Esslingen und Göppingen sein, die über ein solches Reinigungssystem verfügt. Zwei Jahre hat es gedauert, vom Beschluss für den Bau der 4. Reinigungsstufe durch die Verbandsversammlung, bis zum offiziellen Spatenstich Ende vergangenen Jahres auf dem Baugelände in der Vorstadtstraße. Mit dem Aushub konnte im Januar diesen Jahres dann tatsächlich begonnen werden. Dabei war die damit beauftragte Tiefbaufirma partiell auf mit Altöl verunreinigte Böden gestoßen. In Mulden wurde das belastete Material zwischengelagert und später fachgerecht entsorgt. Davor waren Bodenproben des Erdaushubs untersucht worden. Mit dem Aushub und der Sicherung der Baugrube wurde auch mit den Bauarbeiten für den Kanal zur Anbindung der neuen Reinigungsstufe begonnen. Weil der Baugrund in der Nähe des Neckars sehr schlecht ist, mussten das Sedimentationsbecken (Staubecken dient dem Rückhalt absetzbarer Schwebstoffe) als auch das Maschinengebäude aus statischen Gründen auf Bohrpfähle gebaut werden. Mit jedem Baufortschritt konnten gleichzeitig die weiteren Gewerke vergeben werden. Nach den Aushubarbeiten für die Wasserkraftanlage wurden das Sedimentationsbecken betoniert und die Wände verschalt. Das letzte Element wurde Mitte Oktober fertiggestellt. In der zweiten Oktoberwoche wurden erste Schieber im Anbindeschacht zur vierten Reinigungsstufe montiert. gki/Foto: Holzwarth

Wendlingen

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