meldungen

Freihandel und Gesundheit

28.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Bericht „Hauk macht sich für TTIP stark“ vom 25. Mai. Keine Frage: Das Freihandelsabkommen hat auch Vorteile. Der Handel zwischen den USA und Europa wird vereinfacht. Doch ist das wirklich so gut, wenn immer mehr Schiffe und Flugzeuge den Atlantik queren und dabei die Umwelt verschmutzen? Wenn immer mehr billiges Junk-food, Chemie- und genmanipuliertes Essen nach Europa kommt? Ist der Freihandel wichtiger als die Gesundheit?

Wer zahlt auch letztendlich die Strafen, wenn durch europäische Gesetzte zur Aufrechterhaltung der europäischen Standards benachteiligte amerikanische Firmen den Staat verklagen? Minister Peter Hauk soll sich einmal ernsthaft Gedanken machen, weshalb dieses Abkommen streng geheim hinter verschlossenen Türen besprochen wird, bevor er sich öffentlich dafür stark macht.

Es ist höchste Zeit, dass alle Details des Abkommens in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, und neben den Politikern, die dies entscheiden sollen, auch jeder Bürger, der an dem Thema interessiert ist, sich in aller Ruhe über Vor- und Nachteile Gedanken machen kann.

Letztendlich werden vermutlich wieder – wie so oft – nur die großen Konzerne davon profitieren, deren Vorstände und Aktionäre noch mehr Gewinn einfahren – und der einfache Bürger nur wenige Vorteile davon verspüren.

Tipps und Termine