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Unsinnige Sperrungen während der Bauzeit

14.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siegfried Stumpp, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Probleme mit den Brummis“ vom 7. November. Der Artikel erinnert mich an meine Leserzuschrift vom März. Aus dem damaligen Bericht ging hervor, dass bis zu 500 Lkw täglich die Steinbrücke auf der Alb anfahren und natürlich auch wieder zurück fahren. Damals erwähnte ich einen Ausspruch des Landtagsabgeordneten Andreas Kenner (SPD): „Die Toleranz der Bürger ist das A und O bei solchen Projekten.“ Das war 2011. Heute haben wir 2017 und das A-und-O-Projekt läuft. Es werden circa zwei Jahre Bauzeit geschätzt. Jetzt wird uns mitgeteilt, dass es jetzt im Tal Sperrungen gibt, zum Beispiel in Owen. Im nächsten Jahr wird die Gutenberger Steige saniert. Laut Regierungspräsidium ist der Termin noch nicht bekannt. Die Sanierung beziehungsweise Sperrung dauert acht Monate. In Owen wird ab März die Straße nochmals für drei Monate gesperrt. Ich erinnere, die Toleranz der Bürger ist das A und O bei solchen Projekten. Mit solchen Sprüchen sollte jeder Politiker sehr sparsam umgehen. Denn der Bürger setzt bei solchen Projekten, auch bei den mitwirkenden Politikern voraus, dass sie das Geschenk unseres Herrgotts, das Gehirn, mit Erfolg nutzen. Aber die Frage, warum muss es sein, drängt sich auf. Wie ist es möglich, dass bei einem Bauvorhaben, bei dem innerhalb von zwei Jahren mit starken Schäden an den Straßen und den Albaufstiegen sowie in Ortschaften zu rechnen ist, jetzt Sanierungen durchgeführt werden? Reparaturen, die unabwendbar sind, machen Sinn. Aber große, umfangreiche und teure Sanierungen sollten erst am Ende erfolgen. Die Bürger und die Bürgermeister wären sicher dankbar, wenn Sperrungen während der S21-Bauzeit zu vermeiden wären. Damit wäre die Belastung für die Bürger ein wenig ausgeglichener und die Toleranz größer. Da dieses Projekt sowohl für das Land als auch für den Bund Bedeutung hat, wäre es ein Zeichen der sogenannten christlichen Solidarität, wenn sich beide kostenmäßig an der Beseitigung der entstehenden Schäden beteiligen. Leider kommt bei dem bisschen Hoffnung kaum Freude auf.

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