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Närrisches Treiben beim nächtlichen Fasnetsumzug

25.01.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Seit je her sind die Wolfschlüger bekannt dafür, den Fasching ausgelassen zu feiern. Mit den Fleggahexa, der Narrenzunft Hexabanner und den Herdhau Hexa hat man drei örtliche Narrengruppen und zusätzlich noch die Guggenmusiker der Hexenbusters – und das bei gerade mal 6300 Einwohnern. Damit ist die Gemeinde quasi eine kleine Faschings-Hochburg. Am Samstag läutete man die fünfte Jahreszeit ein, traditionell mit einem Nachtumzug. Hexen, Narren und allerlei düstere Gestalten (wie hier die Walddorfer Schönbuch Hexen) wirken so auch gleich viel bedrohlicher, wenn sie durch die teils dunklen Gassen ziehen. Manche der Hexen waren scheinbar so gefährlich, dass sie mit Seilen im Zaum gehalten werden mussten. Doch es brachte alles nichts, sie rissen sich immer wieder los und packten Zuschauer. Wer Glück hatte, wurde nur im Gesicht bemalt. Andere fanden sich in einem Bollerwagen voller Konfetti wieder. Kaum verwunderlich, dass die Hexenbusters als Gastgeber den Fasnetsumzug zusammen mit ihrer Kinderabteilung den „Mini-Busters“ anführen, um den Schaulustigen ordentlich einzuheizen. Während mit schrillen Tönen und tiefen Paukenschlägen angestimmt wurde, sang das Publikum begeistert mit. „Das war jetzt unser zwölfter Nachtumzug. Jedes Jahr schauen wir, dass wir eine andere, unterhaltsame Aufstellung hinbekommen. Und durch die Größe hat es etwas Familiäres“, so Anja Heidler-Michalec über die heuer 30 teilnehmenden Gruppen. Der Umzug durch die Gemeinde endete direkt vor der Festhalle, wo es bis in die frühen Morgenstunden mit Guggenmusik, Hexen-Tänzen und der Partyband „Alles Roger“ aus Neuffen weiterging. jüp

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