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Krüger kehrt der SPD den Rücken

02.12.2015, Von Volker Haussmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Bürgermeister fühlt sich von seiner Partei im Stich gelassen

Austritte unzufriedener Mitglieder gehören bei politischen Parteien zum Tagesgeschäft. Anders sieht das allerdings aus, wenn ein bekannter Kommunalpolitiker sich zu diesem Schritt genötigt sieht. Bürgermeister Herbert Krüger hat der Landes-SPD jetzt mitgeteilt, dass er „mit sofortiger Wirkung“ aus der Partei austrete – nach 21 Jahren Zugehörigkeit.

NECKARTENZLINGEN. In dem Schreiben, das Krüger dem Landesverband der SPD am 25. November zugesandt hat, heißt es zur Begründung für den Austritt: „Die Partei hat sich viel zu weit von Solidarität und sozialen Gesichtspunkten mit Bezug zu der Bevölkerung und der gesamten Verantwortung für alle Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg und Deutschland entfernt. Entscheidende sozialdemokratische Elemente der Satzung haben Sie schon lange im täglichen Handeln leider über Bord geworfen. Daraus ziehe ich nun für mich die Konsequenzen.“

Grund für den Austritt ist, wie Krüger auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, die Haltung, mit der SPD-Politiker im Land den Problemen der Gemeinde Neckartenzlingen – Stichwort: Schulzentrum – gegenüberstünden. „Wir haben immer wieder Bemühungen unternommen, in dieser Frage weiterzukommen“, so Krüger. Aber es habe „keinerlei Unterstützung aus den Ministerien“ gegeben. „Die Gemeinde wurde hängen gelassen“, macht Krüger seinem Ärger Luft.


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