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Hunde an Silvester

28.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tiere können behutsam an die Knallerei gewöhnt werden

(pm) Für viele Hundebesitzer ist der Jahreswechsel ein Gräuel. Bereits Tage vor der Böllernacht können sie mit ihrem vierbeinigen Freund keinen Schritt mehr vor die Türe gehen.

„Ein Großteil der Hunde ist nicht schussfest“, erklärt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin vom Verein „Aktion Tier“ die Ängste der Tiere. „Diese Hunde werden regelrecht hysterisch, wenn sie die ersten Knaller hören.“ Es gibt zwar ruhigstellende Medikamente auf dem Markt, doch da die angstlösenden Wirkungen immer von Nebenwirkungen begleitet werden, empfehlen Tierärzte diese Präparate nur vereinzelt.

„Besser ist es, mit dem Hund schon in den Wochen vor Neujahr zu trainieren“, rät die Tierärztin. Sie sollen sich an die lauten Knallgeräusche gewöhnen.

„Geben Sie ein Leckerli und ein Helfer lässt in einiger Entfernung zeitgleich einen Luftballon platzen“, beschreibt die Veterinärin. Auf diese Weise assoziiert der Hund den Knall mit einem angenehmen Geschehen. Statt Angst rückt im besten Fall freudige Erregung in den Vordergrund. „Außerdem gibt es CDs zu kaufen, die extra mit Raketengeräuschen bespielt sind, um Hunde diesbezüglich zu desensibilisieren“, empfiehlt Hölscher. Wenn schon jetzt damit begonnen wird, können auch Tierhalter problematischer Hunde die Neujahrsnacht einigermaßen entspannt genießen.

Weitere Informationen unter tierarzt@aktiontier.org

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