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Aktionstag zu Hanf

15.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Neues über eine alte Nutzpflanze im Freilichtmuseum

BEUREN (la). Am Sonntag, 20. Juli, lädt das Freilichtmuseum in Beuren von 11 bis 18 Uhr zum Aktionstag „Rund um den Hanf“. Mit Genehmigung der Bundesopiumstelle in Bonn wird bereits im siebten Jahr auf dem Museumsacker auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern Hanf angebaut, wie es früher zur Gewinnung von Fasern für die Textil- und Papierherstellung üblich war.

Beim Museumshanf handelt es sich um sogenannten „Industriehanf“ ohne Rauschmittelwirkung. Die Genehmigung zum Anbau von Hanf gibt es nur für Sorten, die kein Tetrahydrocannabinol enthalten. Der Informationstag bietet eine einmalige Gelegenheit, diese jahrhundertealte Kulturpflanze mit ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten kennen zu lernen.

Durch Entdeckung des Holzaufschlussverfahrens wurde Hanf aus der Papierherstellung verdrängt. Aus der Textilherstellung verschwand er durch die Baumwollproduktion. Damit geriet das Wissen um die Hanfpflanze und ihre Produkte allmählich in Vergessenheit. Heutzutage ist der Hanf durch Drogenmissbrauch in Verruf geraten.

Beim Infotag zeigt ein Seiler, wie Hanfseile gedreht werden. Museumsbesucher können auch selber Hand anlegen. Wie mü- hevoll die Verarbeitung des Hanfes zur Fasergewinnung ist, kann man bei einer Mitmachaktion an historischen Gerätschaften wie Breche, Schwinge und Hechel erleben. Vorführungen am Spinnrad und Webstuhl zeigen die Herstellung von Hanftextilien.


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