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51 Millionen vom Kreis für die Miete

25.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sozialdezernentin: „Wir werden niemand auf die Straße setzen“

(jg) Wer auf Sozialhilfe angewiesen ist, der kann sich keine teure Wohnung leisten. Gerade im Ballungsraum am mittleren Neckar entstehen da enorme Kosten. Darauf machte Solveig Hummel (SPD) bei der Debatte um den Bericht des Jobcenters im Landkreis Esslingen in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags aufmerksam: „Das Problem ist die Mietobergrenze. Was der Kreis bezahlt, hält nicht mehr Stand mit dem, was tatsächlich auf dem Wohnungsmarkt verlangt wird.“

Das wollte Sozialdezernentin Katharina Kiewel freilich nicht so stehen lassen: Erst im Juni vergangenen Jahres sei in diesem Gremium ein Beschluss zur Erhöhung der Mietobergrenze gefallen. Im Moment werde eine bundeseinheitliche Regelung vorbereitet: „Wir wissen nicht, was die bringt. Aber wenn es notwendig wird, wird der Landkreis nachsteuern – in beide Richtungen, je nachdem wie es ausgeht.“

Eins stellte sie indes auch klar: „Der Kreis wird niemanden auf die Straße setzen.“ Kiewel verwies in diesem Zusammenhang auch auf das laufende Programm zur Mietschuldenübernahme.

Brutto hat der Landkreis laut der Sitzungsvorlage im vergangenen Jahr 51 Millionen Euro für die Kosten der Unterkunft der rund 11 000 sogenannten Bedarfsgemeinschaften, die Anspruch auf diese Leistung haben, aufgewandt. Acht Jahre zuvor waren es bei derselben Anzahl Anspruchsberechtigter noch 47,2 Millionen gewesen.

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