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Nürtingen

Musik als Brücke zur Kirche

23.07.2008, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim „Gespräch am Abend“ ging es diesmal um die Kirchenmusik

NÜRTINGEN. Kirchenmusik ist die älteste und ehrwürdigste Form der Musikausübung, breiter an Repertoire, vielfältiger an Stilen als jede andere Musik. Bezirkskantorin Angelika Rau-ulo sprach am Freitagabend im Vortragsraum der Versöhnungskirche in der Reihe „Gespräch am Abend“ über eben dieses Thema: die Kirchenmusik. Dabei brachte sie Geschichtliches, Gegenwärtiges und Zukünftiges gleichermaßen zur Sprache.

Was sich aus der einstimmigen Gregorianik der Anfänge im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat, machte die Kantorin schon mit einem Verweis darauf deutlich, was heutzutage ein angehender Kirchenmusiker zu studieren hat. Es sind Orgelspiel und Orgelkunde, Improvisation, Klavier, Gesang, Dirigieren, Chorleitung, Tonsatz, Harmonielehre, Partiturspiel und Generalbass, Musikgeschichte, Liturgik oder auch Hymnologie.

Die große Umwälzung am Beginn der Neuzeit trennte auch in der Musik die Geister. Zwingli verbannte die Musik aus dem Gotteshaus, weil sie von der Botschaft ablenke. Der nicht minder durchgreifende Calvin erlaubte den Kirchengesang unter strengen Auflagen. Für Martin Luther dagegen war die Musik eine der schönsten Gottesgaben. Er betätigte sich vielfach selbst als Dichter und Komponist. In seinen Briefen und Tischreden hat er die Musik immer wieder gepriesen als eine Verwandlerin der menschlichen Herzen und als die beste Trösterin eigener Traurigkeiten.


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