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Nürtingen

"Keine männlichen Identifikationspersonen"

19.02.2008, Von Oliver Rothe — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Keine männlichen Identifikationspersonen

Bundesweit herrscht ein Mangel an männlichen Lehrkräften und Erziehern Auch in Nürtingens Schulen und Kindergärten fehlen Männer

NÜRTINGEN. Manch ein Sohn einer alleinerziehenden Mutter wird in seinem ersten Lebensjahrzehnt ausschließlich von Frauen betreut, erzogen und gebildet. Männern begegnet er dabei kaum, obwohl die als Bezugspersonen sehr wichtig für die Entwicklung von Jungen sind. Auch in Nürtingen sieht die Situation nicht anders aus.

Sozialministerin Monika Stolz plant eine Pioniertat. Als erstes Bundesland soll Baden-Württemberg mit der Tradition brechen, lediglich einen Girls Day zu begehen. Dementsprechend soll mit dem Boys Day ein Äquivalent eingeführt werden, um Jungen die Möglichkeit zu geben, einen Einblick in typische Frauenberufe zu bekommen.

Freilich wird damit auch versucht, männlichen Schulabgängern Erziehungsberufe schmackhaft zu machen, die ohne Zweifel mittlerweile zur Domäne der Frau geworden sind. In Kindergärten liegt der Männeranteil gerade mal bei zwei Prozent, in Schulkindergärten bei knapp fünf Prozent. In Grundschulen ist nur jede siebte Lehrkraft ein Mann.

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