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Nürtingen

Geldstrafe nach Einkauf im Vollrausch

28.02.2017, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

72- Jähriger muss 600 Euro bezahlen – Er hat Polizisten und eine Ärztin beleidigt

Ein Sonderangebot in einem Lebensmittelmarkt brachte einem 72-Jährigen einen Strafbefehl mit einer erheblichen Geldstrafe ein. Der Grund: er war völlig betrunken in den Supermarkt gegangen und auf dem Parkplatz gestürzt. Auf dem Weg ins Krankenhaus und in der Klinik beleidigte er Polizisten und Ärzte. Dafür musste er sich jetzt vor Gericht verantworten.

NÜRTINGEN. „Ich habe mein Leben lang gearbeitet, und jetzt habe ich nichts mehr“, sagte der Angeklagte vor dem Amtsgericht. Richterin Sabine Lieberei sollte über seinen Einspruch gegen einen Strafbefehl entscheiden. Darin war er zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden. Dagegen war der Angeklagte vorgegangen, weil ihm die Strafe zu hoch erschien – und weil er sich wünschte, dass das Strafverfahren gegen ihn eingestellt wird. Doch dazu waren weder die Richterin, noch der Staatsanwalt bereit. Und einen Verteidiger hatte der Angeklagte nicht eingeschaltet. Angeklagt war der Mann wegen fahrlässigen Vollrauschs. Dieser Strafrechtsparagraf greift dann, wenn jemand sich in einen Rausch versetzt, in diesem Zustand eine Straftat begeht, deswegen aber nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig ist.


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