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Nürtingen

Die Nummer 51 auf der Todesliste

30.01.2019, Von Anne Schaude — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Denk-Ort (21): Mathilde S. wurde 1941 in Hadamar ermordet

Am „Denk-Ort“ an der Nürtinger Kreuzkirche erinnert die Gedenkinitiative zusammen mit der Stadt im Wechsel an einzelne Opfer und Leidtragende des Nationalsozialismus in Nürtingen und Umgebung. Derzeit präsentiert man dort einige Sätze zu Mathilde S.

Am Denk-Ort vor der Kreuzkirche wird gerade an Mathilde S. erinnert. Foto: nt

NÜRTINGEN. Nur wenig ist in Nürtingen über Mathilde S. bekannt. Und auch die Spuren, die sie im Gottlob-Weißer-Haus der Diakonissenanstalt Schwäbisch Hall hinterließ, wo sie mehr als 30 Jahre lebte, wurden ausgelöscht. Nichts mehr sollte an die Gräueltaten erinnern, bei denen 1940/41 das NS-Regime im Deutschen Reich mehr als 70 000 psychisch Kranke und geistig Behinderte in Gaskammern ermordete. Eine von ihnen war Mathilde S. aus Nürtingen.

Im Jahr 1871 in Hofs bei Leutkirch geboren, hatten sie und ihre Geschwister schon früh die Mutter durch Tod verloren. Als ihr Vater Johann Georg S., Landjäger von Beruf, im Jahr 1877 in Nürtingen seine zweite Frau heiratete, kam Mathilde mit hierher. Von 1890 bis zu seinem Ruhestand 1904 war der Vater als Oberamtsdiener tätig. Die Familie wohnte zu dieser Zeit in einer Dienstwohnung in der Kirchstraße. Ihr Vater starb 1914, die Stiefmutter 1918.


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