Leserbriefe

Wertschätzung durch Verwaltungsspitze?

26.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karin Apel, Ludwigsburg. Zum Artikel „Hilfe kennt keine Nationalität“ vom 16. November. Bei der Verleihung des Ehrenamtspreises in der Kreissparkasse Nürtingen durfte ich in diesem Jahr als Gast dabei sein. Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Bürgerinnen und Bürger für und mit anderen Menschen, die Unterstützung brauchen, ihre Freizeit und ihr Wissen einbringen. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, die den Wert des Ehrenamts in ihrer Gemeinde schätzen. Das Ehrenamt ist für eine Stadt oder Gemeinde ein unverzichtbarer Bestandteil. Es sichert sozialen Frieden und nimmt der Stadt und der Gesellschaft in nicht geringem Maße Kosten und Organisation ab.

Es hat mich sehr verwundert, dass im Gegensatz zu anderen Städten der Oberbürgermeister beziehungsweise die Bürgermeisterin von Nürtingen an diesem Tag nicht anwesend waren und wohl auch keine Vertretung für so eine wichtige Auszeichnung der Mitbürger und Mitbürgerinnen zu finden war. Das zeigt sehr deutlich, welchen Stellenwert das Ehrenamt in den Augen der Stadtführung in Nürtingen hat.

Von einem Bürgermeister erwarte ich eine Vorbildfunktion und ein hohes Maß an Unterstützung für alle ehrenamtlich Tätigen. Auf der Internetseite der Stadt Nürtingen konnte ich erfahren, dass das Amt für Bildung, Soziales und Familie im Moment ehrenamtliche Helfer sucht. Wenn dort mit derselben Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement gearbeitet wird, habe ich die Befürchtung, dass Nürtingen noch sehr häufig und lange suchen muss, um alle Bereiche abzudecken. Im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen sollte die Verwaltungsspitze einer Stadt wie Nürtingen sich bitte wieder unters Volk mischen und vor Ort mitarbeiten, um ein gutes Zusammenleben und eine nachhaltig positive Stadtentwicklung zu gewährleisten.

Leserbriefe

Soziales Gefüge wird auseinandergerissen

Barbara Meyer, Wolfschlugen. Zum Artikel „Erstunterbringung wird aufgelöst“ vom 29. März. Es ist wieder echt zum K . . ., was der Kreis mit den Flüchtlingen macht. Die Gemeinde würde die Geflüchteten am Ort behalten, der Kreis sagt: Nein, wir verfrachten die einfach mal wieder woanders hin. Es…

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