Leserbriefe

Organspende und die Schattenseiten

11.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosemarie Körner, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Organe, die Leben retten“ vom 10. November. In Paulas Nachrichten wird sehr einfühlsam über die Notwendigkeit von Organspende berichtet, nur im allerletzten Satz sitzt wieder einmal der entscheidende Fehler: „. . . nach ihrem Tode . . .“. Nein, nicht nach dem Tode, sondern davor. Nur das Gehirn darf tot sein, der gesamte sonstige Organismus muss noch leben, denn wäre im Gewebe des Spenders bereits irgend eine Reaktion auf einen Tod, umgangssprachlich „Leichengift“ genannt, könnte das entnommene Organ nicht mehr beim Empfänger anwachsen.

Was heißt das in der Praxis? Niemand kann das Gehirn sehen und seinen Tod feststellen, das wird durch Untersuchungen festgestellt. Leider sind diese Untersuchungen in manchen Fällen nicht wirklich aussagefähig, das heißt, sie sind zu manipulieren. Häufiger als der Kommission der Stiftung Organtransplantation lieb ist hat sich gezeigt, dass solche als tot diagnostizierten Gehirne doch wieder den Weg ins Leben zurück finden, wenn man sie nur lässt. Zeit und Anregung wäre dazu notwendig.

Dem gegenüber steht aber ein riesengroßer Wirtschaftszweig der Pharmaindustrie, die nur an Transplantationen verdienen, nicht an der Gesundung von schwerst Verletzten. Ich selber habe aufgrund einer solchen persönlichen Erfahrung meine Einstellung zu Transplantationen geändert. Mein Mann war als hirntot diagnostiziert von der Ärzteschaft als „menschliches Gemüse“ bezeichnet worden. Aber dass er heute mit nur geringen körperlichen Einschränkungen weiterlebt, können sie sich und mir nicht erklären. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Transplantation von Organen nur von lebenden, aber hirntot diagnostizierten Menschen stattfinden darf. Die Entnahme von Organen muss unter Vollnarkose stattfinden, denn Hirntote empfinden noch Schmerzen. Wenn jemand sagt, dass er angesichts einer aussichtslosen persönlichen Perspektive Organe spenden möchte, finde ich das sehr ehrenvoll und mutig, aber die wenigsten Menschen kennen die Wahrheit der Organentnahme. Da müsste mal wirklich ehrlich und fair aufgeklärt werden.

Leserbriefe

Die Zahlen sind sehr unvollständig

Siegfried Stumpp, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Die Bahn muss sich dem Thema stellen“ vom 8. März. Die Kompetenz unserer Bürgermeister, von Erkenbrechtsweiler Herr Weiß, von Owen Frau Grötzinger und von Lenningen Herr Schlecht, wurde bei der vorliegenden Planung nicht einbezogen. Auch der…

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