Leserbriefe

Kriegerische Töne von wem?

26.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Kriegerische Töne: Putin macht der Welt Angst“ vom 20. November. Wir erinnern uns: Es war der von vielen Deutschen bejubelte russische Präsident Gorbatschow, der nach dem Mauerfall vor 25 Jahren die deutsche Wiedervereinigung entscheidend unterstützte und sogar akzeptiert hat, dass Gesamtdeutschland in der NATO bleibt. Dafür wurde den Russen damals versprochen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausbreiten wird. Der NATO-geführte und EU-unterstützte Westen hat seitdem eine aggressive Einschnürung und Umzingelung Russlands vollzogen. Mit der Ukraine soll jetzt eine weitere Lücke geschlossen werden, damit das erklärte Ziel der USA, die einzige alles beherrschende Weltmacht zu sein, weiter abgesichert wird. Jedes Mittel der Propaganda scheint wieder einmal recht zu sein, um Deutschland und die EU darauf einzustimmen, dass sogar Krieg möglich und notwendig sein könnte – so wie damals im Irak, als die USA vor der UNO die Lüge der Massenvernichtungswaffen als Vorwand benutzten.

Deutschland und Krieg, 100 Jahre nach Beginn des fürchterlichen Ersten Weltkriegs und den 50 Millionen Toten im Nazi-Krieg – eine Horrorvorstellung für jeden friedliebenden Deutschen und Europäer. Aber trotzdem sollen wir „mehr militärische Verantwortung in der Welt“ übernehmen, forderten schon Anfang des Jahres auf der Münchener „Sicherheitskonferenz“ die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen, Außenminister Steinmeier und natürlich der Bundespräsident Gauck. Auch Kanzlerin Merkel hat gerade scharfe Worte gewählt und der Friedensnobelpreisträger Obama wagte es sogar, ohne jeden Beweis den MH17-Abschuss Putin anzulasten, statt endlich für öffentliche Aufklärung zu sorgen mit den bestimmt zahlreich vorhandenen und präzisen USA-Spionage-Daten.

Präsident Putin hat in seinem langen ARD-Interview Deutschland ohne jedes Kriegsgeschrei aufgefordert, gemeinsam mit Russland für Europa bessere Lösungen zu finden. Warum eigentlich nicht? Man muss es nur wollen!

Leserbriefe

Verschwundene Schilder und die Folgen

Horst Schleining, Bempflingen. Schon wieder geht sie kaputt. Die Straße zwischen Bempflingen und Grafenberg. Eine Überraschung ist das aber nicht, wenn 30-Tonner-Lkws eine Straße malträtieren, auf der gerade mal zwei Pkws mit Vorsicht aneinander vorbeikommen und deren Aufbau für solche Brummis…

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