Leserbriefe

Kreisklinik rettet keine Schnarcher

24.02.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Kein Schlaflabor in einem Kreisklinikum unseres Landkreises – schade. Denn es geht um ein Problem, das laut einer Statistik von 2008 in Ungarn 60 Prozent Männer und 42 Prozent Frauen über 18 Jahren betrifft. Übertragen auf Deutschland heißt das, dass mindestens jeder zweite Mann daran leidet. Meiner Meinung nach ist es das Thema wert, aus der Tabuzone befreit zu werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlaf-forschung und Schlafmedizin (DGSM) zählt gerade 21 Schlaflabore in Baden-Württemberg. Es sind viel zu wenige im Vergleich zu anderen Bundesländern, die nicht reicher sind als wir. Sie berichtet von einer Studie in den USA, wo 13 Prozent der Männer und sechs Prozent der Frauen von 30 bis 60 Jahren von einer therapiebedürftigen OSA betroffen sind. Im „Ländle“ dürften es kaum weniger sein. Eine Studie für Baden-Württemberg, die 60- bis 80-Jährige betrifft, würde Landrat und Landesregierung sicher aufwecken. Die Studie könnte den Rattenschwanz an Folgen aufzeigen, bis hin zu Ehekrisen und vielen Folgekrankheiten, die oft durch nächtlichen Sauerstoffmangel entstehen.

Für zahlreiche Krankheiten, wie Lungen-, Herz- und Kreislaufbeschwerden, von der Bronchitis bis zum Infarkt, oder dem Schlaganfall, und nicht nur für viele Altersleiden, ist Schlafapnoe die Ursache. In der Summe birgt sie mehr Gefahren als alle „Terrorgefährder“ in Deutschland, ohne deren Gefährdungs-potenzial verharmlosen zu wollen.

Der Wunsch für Gesundheit im neuen Jahr 2017 war, neben dem nach Frieden, wohl der häufigste des letzten Monats. Für mich hat sich nach zig Jahren eine Lösung gefunden, die sogar ein abendliches Viertele erlaubt. Allein das wäre ein Argument für viele Betroffene, 2017 zu „Exschnarchern“ zu werden, wieder oft durchzuschlafen und nicht am Morgen müder aufzuwachen als am Abend zuvor eingeschlafen zu sein.

Unser neuer Seniorenrat wird derartige Themen sicherlich aufgreifen und auch dem Kreis- und Gemeinderat ans Herz legen, zumal ihm zwei Mediziner angehören.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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