Leserbriefe

Für die andern bleiben nur die Krümel

13.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martin Reißmüller, Nürtingen. Zum Leserbrief „Das Brot fällt nicht vom Himmel“ vom 10. März. „Du sollst nicht die Unwahrheit sagen“, empfiehlt Herr Jocham mit dem Hinweis auf katholische Moral. Selbst argumentiert er aber mit Scheinwahrheiten der liberalen Regierungspolitik, die jeder Moral entbehren. Wer behauptet, ein Anheben der Bezüge bei Hartz-IV-Einkommen bewirke, dass sich arbeiten nicht mehr lohnt, sollte doch mal überlegen, ob dann nicht bei der Entlohnung etwas im Argen liegt. In der Krise wird der Arbeiterschaft Wasser gepredigt, doch die Banker, Manager und weitere obere Einkommen trinken weiter fröhlich Wein. Zur Not auch gerichtlich erstritten.

Niemand will wohl auf eine steuerliche Entlastung bei kleinen und mittleren Einkommen verzichten, doch wem kommt denn die Entlastung zuallererst zugute? Natürlich den oberen Gehaltsschichten. Dazu brauchen natürlich auch gerade diese Gruppen unserer Gesellschaft eine Erhöhung des Kindergelds und Freibetrages. Gleichzeitig plant die liberale Partei die Einführung der „Kopfsteuer“ in der Krankenversicherung. Wieder zugunsten der oberen und Belastung der unteren Einkommen. Dann wollen sie die Ausweitung der Zuverdienstmöglichkeiten zum ALG II. Das heißt Ausweitung der Geringverdienenden anstatt wirklich für entsprechend entlohnte Arbeitsplätze zu sorgen.

Da offenbart sich doch, dass liberale Politik ganz klar die Zweiklassengesellschaft wieder einführen will. Brot fällt hier nur für das liberale, finanzstarke Klientel vom Himmel, die anderen bekommen höchstens die Krümel ab.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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