Leserbriefe

Die Bürgermeinung war nicht gefragt

27.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Werner Knauer, Wendlingen. Zum Artikel „An der Dachform scheiden sich die Geister“ vom 20. Oktober. In der Gemeinderatssitzung hat sich nunmehr die Mehrheit für eine Mischbebauung ausgesprochen. Wer in dieser Sitzung war, konnte das „Für“ zu Flachdächern nicht nur von der Mehrheit der Fraktionen, sondern auch vom Bürgermeister erleben. Die Aussage, dass die neben den Gebäuden mit Satteldächern aufgrund der Hangneigung tiefer liegenden Häuser Flachdächer haben sollten, konnte nicht überzeugen. Der ganze Nachteil von Flachdächern oder Pultdächern könnte leicht aufgehoben werden, wenn Zisternen auf den Grundstücken mit Satteldächern eingebaut würden.

Bei einem Flach- oder Pultdach wird wohl ein Teil des Regenwassers vorübergehend aufgehalten, fließt jedoch verzögert ab. Das Wasser ist somit „verloren“. Eine Zisterne deponiert dieses Regenwasser und kann eine lange Zeit für den Garten genutzt werden. Ein von der Natur geschenkter Beitrag zur Schätzung des global immer geringer werdenden Wassers. Bei Auslandsaufenthalten sieht man oft, wie wichtig Wasser ist und wo es fehlt. Wir sind auf lange Sicht nicht davon ausgenommen. Das Gut Wasser kann nicht hoch genug geschätzt werden. Warum sollen vorhandene Streuobstwiesen gehalten werden? Wer mäht die Wiesen, wer schneidet die Bäume, wer liest das Obst auf oder pflückt es? Die Gemeindearbeiter werden es wohl tun müssen und die Hundebesitzer freuen sich auf einen Auslauf mit bekannten Nebenfolgen für die Anwohner.

Wer durch die genannten Streuobstwiesen geht, fragt sich, warum die teilweise alten „Storren“ erhalten werden sollen. Dann pflanze ich doch lieber auf lange Sicht im eigenen Garten neue Bäume. Gut, dass nunmehr die Grundstücksbesitzer nach ihrer Meinung zu Gebäude und Bedachung befragt werden sollen. Man wird sehen, wie sich die Eigentümer zur Bebauung aussprechen.

Schade, dass in einer Gemeinderatssitzung vor vollen Besucherbänken mit hauptsächlich Grundstückeigentümern nicht per Handzeichen gefragt werden darf, wie denn die Meinung der Anwesenden zu Flach- oder Satteldach ist. Eine Tendenz wäre innerhalb von wenigen Minuten ersichtlich.

Leserbriefe

Inklusion geht auch friedlich

Sabrina Kiefer, Oberboihingen, Mutter eines Kindes aus der Klasse 4b der Kirchrainschule Oberboihingen. Zum Artikel „Es knirscht im Gebälk“ vom 26. November. Ich bin Mutter eines Integrationskindes und bin sehr froh, dass es Integration beziehungsweise Inklusion gibt, denn mit dieser Hilfe kann…

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