Leserbriefe

Der Stoffwechsel wird umgestellt

20.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Carmen Schmid, Nürtingen. Zum Artikel „Zur Traumfigur durch Metabolic Balance?“ vom 15. Juni. Der Artikel zum Thema „Metabolic Balance“ liefert, wie so viele, ein nicht nur kritisches Bild, sondern er strotzt schlichtweg nur so, was schlecht recherchierte Fakten angeht. –Zuerst einmal handelt es sich nicht um eine Diät, sondern um eine Stoffwechselumstellung im Sinne einer Regulierung. Bei einer Diät wird immer auf etwas verzichtet, bei „Metabolic Balance“ nicht, es werden auch keine Kohlenhydrate reduziert, sondern es wird lediglich darauf geachtet, sogenannte wertvolle Kohlenhydrate zu verzehren, die dafür sorgen, dass die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse gedrosselt wird.

Was die weiteren „Spielregeln“ angeht (zum Beispiel fünf Stunden Pause zwischen zwei Mahlzeiten), kann man sagen, dass diese daraus resultieren, was unser Körper braucht, nämlich auch mal eine Verdauungspause zwischen zwei Mahlzeiten. Zudem ist inzwischen nachweislich die These der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) überholt, dass der Mensch täglich 50 bis 60 Prozent seiner Nahrung über Kohlenhydrate zuführen soll, dafür bewegen wir uns im Durchschnitt einfach zu wenig. Ein höherer Eiweiß- und Gemüseanteil innerhalb der Nahrungsaufnahme haben sich dagegen bewährt, was sich allein schon durch unsere genetische Veranlagung aus der Zeit des Jagens und Sammelns erklärt. Da gab es noch keine Nudeln und Brot, sondern Gemüse, Früchte und Fleisch. – Man muss kein Ernährungswissenschaftler sein, um mit dieser Stoffwechselumstellung klarzukommen. Es reicht vielmehr ein gewisses Interesse an den Nährstoffen in unseren Lebensmitteln und das Wissen um deren Wirkungsweise aus, sich wunderbar zurechtzufinden. Die vorrangige Verwendung frischer Lebensmittel sollte außerdem kein Hinderungsgrund sein, insbesondere wenn man sich einmal genauer anschaut, was in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten ist, und welche Konsequenz diese Zusätze für die Gesundheit unseres Körpers haben. Vielleicht sollten sich sogenannte Experten wie Frau Professor Hannelore Daniel erst einmal genauer mit „Metabolic Balance“ beschäftigen, bevor sie ein Urteil darüber fällen.

Leserbriefe

Die Herren machen sich selber lächerlich

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zu den Leserbriefen „Die Asylpolitik ist aus dem Ruder gelaufen“ und „Spott und Hohn statt Argumente?“ vom 21. Februar. Ich möchte dieser Aussage zustimmen. Denn das „Ruder“ bestand lange darin, den Menschen jegliche Integration zu verwehren. Ihnen wurde sogar…

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