Leserbriefe

„Aktionsplan ist totalitär ausgerichtet“

28.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Katharina Kuchinke, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Aktionsplan für Akzeptanz“ vom 16. Mai. Frau Pfuderer möchte ich als Gedankenstütze folgende Auszüge aus dem von ihr mitinitiierten Aktionsplan vorlegen: Aus dem roten (also für die Zukunft gedachten) Bereich des Plans steht unter der Nummer 2.1 („Schaffung eines diskriminierungsfreien Schulalltags“) die Maßnahme 14: „Transparenz bei der Abwicklung von Beschwerdefällen (Anzeige von Homo- oder Transphobie in der Schule)“. Diese „Anzeige“ ist nichts anderes als Denunziation.

Unter 2.5 steht als Maßnahme: „Zuschüsse für Hochschulen kürzen/streichen, die ein veraltetes Menschenbild lehren“. Unklar, was dieses Menschenbild ist – anzunehmen, dass das „karnickeltheologische“ gemeint ist, bei dem Frau und Mann sich ergänzen, gar noch Familie gründen. Unklar auch, woher das Land die Informationen bezieht, welche Uni nach welchem Menschenbild lehrt. Wenn es da nicht wieder Spitzel gibt . . .

3.2: „Keine Unterstützung von beziehungsweise keine Vergabe von Aufträgen an Institutionen, die diskriminieren (wie zum Beispiel Kirchen)“. Unter 3.5 „Medienarbeit“ steht: „Sanktionen für transphobe und homophobe Medieninhalte (Wort, Bild), aktive Medienbeobachtung“ – was natürlich rein gar nichts mit Zensur zu tun hat und nach völlig objektiven Kriterien bewertbar sein wird.

Damit wir Bürger das alles nicht mehr merken, werden wir bis dahin schleichend umprogrammiert: In Krippe, Kindergarten und Schule, Vereinen, Behörden, Institutionen, Polizisten, Lehrer, Ärzte, unsere Sprache, sogar bei Seniorennachmittagen soll allen klar werden, dass das gut und richtig ist und wir es alle (zu) akzeptieren (haben).

Deshalb ist es kein Plan für „Toleranz“ (Aufgeklärtheit, Entgegenkommen, Verständnis, Vorurteilsfreiheit, Menschlichkeit). Der würde die Möglichkeit der abweichenden Meinung, des Widerspruchs noch offenhalten. So aber ist der Aktionsplan für Akzeptanz in seiner Gesamtheit totalitär ausgerichtet.

Hoffnung macht die Entwicklung in Norwegen, dem Vorreiter in Sachen Gender Mainstreaming. Hier wurden nach Jahrzehnten brotloser „Forschung“, nach Millionen Steuerverschwendung und erst nach einer endlich im Volk angelangten Diskussion alle Gelder gestrichen.

Wir in Deutschland sollten daraus lernen. Bei der „Demo für alle“ sagte ein Redner: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“ Wachen wir jetzt auf!

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