Kerstin Hanske, AfD

Klimawandel – was ist zu tun?

Wetterphänomene wie extreme Hitze, Waldbrände, schwere Unwetter, Flutkatastrophen häufen sich – der Klimawandel lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Welche Weichen muss die Politik jetzt dringend stellen?

In den 1970er-Jahren haben die Klimaforscher vor einer kommenden Eiszeit mit genau den gleichen Wetterphänomenen gewarnt, wie sie heute prophezeit werden durch eine globale Erwärmung. Verlässliche Temperaturvoraussagen für die nächsten 100 Jahre zweifle ich an. Klimaveränderungen allein durch CO2 zu erklären, halte ich für unseriös. Vielmehr sollte der direkte Eingriff in die Umwelt überdacht werden. Flussbegradigungen und die Erschließung neuer Wohngebiete in bekannten Flutwiesen an Flussläufen erhöhen das Risiko von Flutkatastrophen. Dem weiteren Ausbau von Windrädern stehe ich kritisch gegenüber, insbesondere in unseren Wäldern. Das komplexe Ökosystem Wald wird als Lebensraum, Nahrungsquelle und Klimaregulator und vor allen Dingen als CO2-Speicher dadurch schwer beeinträchtigt.

Corona forever? Wie bekommt man die Pandemie in den Griff?

Die Pandemie bleibt ein beherrschendes Thema. Wie kann man verhindern, dass die Republik – Stichwort: vierte Welle – noch einmal wegen Corona in die Knie geht? Was muss geschehen, dass die Menschen in Deutschland wieder ein normales Leben führen können? Wie umgehen mit Impfskeptikern und Coronaleugnern? Unter welchen Voraussetzungen könnte verlässlicher Schulunterricht funktionieren?

Unser Land darf nicht noch einmal durch einen monatelangen Lockdown in die Knie gezwungen werden. Bereits im letzten Jahr gab es viele hervorragende Konzepte, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Unsere Kinder wollen wieder in die Schule gehen, keine Schutzmasken tragen und ganz sie selbst sein. Ein Impfstoff, der die Bürger überzeugt, braucht keine Zwangsmaßnahmen. Für die Covid-Impfstoffe ist eine bedingte Marktzulassung für ein Jahr erteilt worden. Deswegen muss akzeptiert werden, dass viele Bürger skeptisch einer Impfung gegenüberstehen. Wir können nur zu einer Normalität zurückfinden, wenn die Bürger nicht täglich beunruhigt werden. Wir setzen auf die Eigenverantwortung eines jeden. Im Umkehrschluss kann man auch niemandem verbieten, seine eigenen Schutzmaßnahmen zu treffen.

Ist die EU ein Auslaufmodell?

Brexit, Ungarn, Polen: In der Europäischen Union rumort es gewaltig. Ist das Staatenbündnis ein Auslaufmodell?

Das Projekt EU sehe ich als gescheitert an. Die wirtschaftsgeschichtlich ungewöhnliche Idee einer Einheitswährung für wirtschaftlich unterschiedlich entwickelte Staaten ist ohne Erfolg. Die Europäische Union muss zurückgeführt werden in einen Staatenbund souveräner Staaten als eine europäische Wirtschafts- und Interessengemeinschaft. Ein Versagen zeigt die EU in der jahrelang anhaltenden Migrationskrise. Auch das Krisenmanagement in der Corona-Krise ist katastrophal. Die Fehlentwicklungen in der Klima- und Energiepolitik treibt die EU durch unvorstellbar kostspielige Gesetzes- und Subventionspakete voran. Das langfristige Unheil dieser Verschuldungs- und Umverteilungs-Eskapaden wird vor allem den deutschen Steuerzahler treffen.

Müssen jetzt die Steuern rauf?

Die Pandemie kostet den Staat Unsummen, gleichzeitig schwächelt die  Wirtschaft. Was kann die Politik tun, damit der Staat handlungs- und zahlungsfähig bleibt? Sind Steuererhöhungen das Gebot der Stunde? Wo kann man sparen? Welche Maßnahmen könnten Sie sich vorstellen?

Nicht die Pandemie hat den Staat Unsummen gekostet, sondern der monatelange Lockdown, welcher von Bund und Länderchefs beschlossen wurde. Mit dieser Maßnahme wurden der Mittelstand massiv geschwächt und viele Unternehmen an ihre Existenzgrenzen gebracht. Jetzt die Steuern zu erhöhen, wird die Zahl der Insolvenzen weiter steigen lassen. Der Mittelstand muss wieder uneingeschränkt produzieren können, Hotel- und Gaststättengewerbe geöffnet bleiben. Die in Baden-Württemberg geplante 2-G-Regel erreicht damit genau das Gegenteil. Wir brauchen einen Kassensturz. Einnahmen und Ausgaben im Bundeshaushalt müssen geprüft werden. So wurden als Beispiel zwei Millionen Euro zur Genderisierung in Afghanistan verplant. An solche Pläne muss dringend der Rotstift angesetzt werden.

Wie sicher sind die Renten?

Die Menschen im Land werden zunehmend älter und beziehen infolgedessen länger Rente, gleichzeitig schrumpft die Zahl der Beitragszahler. Ist der Generationenvertrag noch zeitgemäß? Muss, um die Finanzierung der Renten langfristig zu sichern, das Renteneintrittsalter angehoben werden?

Seit Jahren wird den Bürgern in diesem Land vermittelt, dass die Kassen leer sind und die Rente nicht mehr sicher ist. Gleichzeitig werden Millionen-Gelder für Entwicklungshilfe gezahlt. Unser Rentensystem ist völlig überholt und muss aufgebessert werden. Gerechter wäre es doch, die Rente nach der Anzahl der Arbeitsjahre zu zahlen und nicht nach dem Alter, denn ein Arbeiter beginnt durchschnittlich zehn Jahre früher sein Erwerbsleben als ein Studierender. Darüber hinaus muss endlich eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige eingeführt werden. Von den rund vier Millionen Selbstständigen zahlen nur ein Viertel in die Rentenkasse ein. Die Zahl der vormals Selbstständigen, die Grundsicherung im Alter beziehen, ist doppelt so hoch wie bei früheren Arbeitnehmern.

Sind Elektro-Autos alternativlos?

Immer mehr Autohersteller im Land setzen kompromisslos auf E-Mobilität. Technisch mögliche Alternativen werden nicht weiterverfolgt. Sind Sie mit dieser Entwicklung einverstanden oder müsste da nicht die Politik korrigierend eingreifen? Mit welchen Maßnahmen könnte man verhindern, völlig vom Strom abhängig zu werden?

Wir brauchen eine technologieoffene Energieerzeugung, die den Anforderungen eines modernen Industriestandorts gerecht wird. Eine starke Wirtschaft braucht günstigen Strom. Wir müssen aufhören, Milliardenbeträge für eine Energiewende zu verschwenden, an denen sich andere eine goldene Nase verdienen. Der ideologisch getriebene Kampf gegen den Verbrennungsmotor und die einseitige Förderung der E-Mobilität führen gerade in unserem Landkreis zur Steigerung der Arbeitslosigkeit. Ich setze mich daher für den Erhalt des Verbrenners ein. Er ist die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Lösung und für unseren Wirtschaftsstandort von herausragender Bedeutung. Dabei denke ich auch an synthetische Kraftstoffe. Diese müssen endlich im Bundestag als klimaneutral eingestuft werden.

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