Zusammenfassung

Dossier: Teufelsbrücke

Um die Teufelsbrücke zwischen Hardt und Oberensingen ranken sich viele Sagen. Sie hängen eng zusammen mit dem Ulrichsstein und den Steinbrüchen in der Gegend – die Brücke wurde einst gebaut, um die schweren Mühlsteine auf die Filder Richtung Stuttgart zu transportieren. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Brücke im Jahr 1497. Damals gab es kaum Steinbrücken, und die Teufelsbrücke ist eine der wenigen, die noch erhalten sind.

Im Eingemeindungsvertrag zwischen Hardt und Nürtingen von 1973 wird extra erwähnt, dass nun Nürtingen für den Erhalt der Fuß- und Radwegbrücke zuständig ist. Der Erhalt wurde jedoch stark vernachlässigt. 2001 stellte der Schwäbische Heimatbund im Zuge seiner Hauptversammlung fest, dass die Teufelsbrücke quasi in Trümmern liege.

Ab 2009 wurde im Ortschaftsrat von Hardt und im Gemeinderat auf eine Sanierung der Teufelsbrücke gedrängt und festgestellt, dass die Brücke so nicht zu halten sei. Dabei geht es auch um die gesamte Umgebung: das Naturdenkmal Teufelsklinge und den Straßendamm der L 1205 nach Wolfschlugen und seine Entwässerung.

Von Ende 2009 an regte sich bürgerschaftliches Engagement zum Erhalt der Brücke. Landesnaturschutzverband, Albverein, Schwäbischer Heimatbund und Hölderlin-Nürtingen gründeten die Teufelsbrückeninitiative. Das Tiefbauamt der Stadt aber plädierte für einen Teilabbau aus Sicherheitsgründen. Es stellte beim Regierungspräsidium den Antrag, die Brücke aus dem Denkmalverzeichnis zu nehmen, um sie abbrechen zu können. Nun entbrannte der Streit um den historischen Wert der Brücke, und ob und zu welchen Kosten sich der Erhalt lohnt. Handlungsbedarf entstand, als es darum ging, die Entwässerung des Straßendammes nachzubessern. Unterdessen wurde die Teufelsbrücke im Rahmen des Hölderlin-Spazierganges zu einer bekannten Nürtinger Sehenswürdigkeit.

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Extras

19.03.2009

Hochwasser größtes Problem

Nürtinger SPD-Fraktion besuchte den Ortschaftsrat von Hardt

NT-HARDT (we). In den letzten Jahren hat die SPD-Fraktion immer wieder die Ortschaftsräte der Teilorte besucht, um von ihnen zu erfahren, wo der Schuh drückt. Als letzte Station war nun der kleinste Teilort an…

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