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Reportage

05.12.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

lps/Cb. Weihnachtliche Gewürze sollen sich positiv auf die Stimmung auswirken. Manche von ihnen wirken angeblich sogar beruhigend oder auch aphrodisierend. Weil Gewürze immer noch wertvoll sind, hat die Lebensmittelindustrie eine Palette künstlicher Würzmittel geschaffen, die so tun als ob. Vanillin ist zum Beispiel so ein Phantom. Mit der echten Vanille hat dieser Stoff nichts mehr zu tun. Es empfiehlt sich deshalb, in der Weihnachts- bäckerei auf natürliche Zutaten zu achten.

Woher kommen echte Weihnachtsgewürze eigentlich? Zum Beispiel Gewürznelken. Haben die etwas mit den Nelken im Garten zu tun? Gewürznelkenbäume gehören zu den Ebenholzgewächsen. Zwei bis vier Kilo der rötlichen Blütenknospen können jährlich von einem Baum gewonnen werden. Er stammt von den indonesischen Inseln der Molukken und von der heute zu Tansania gehörenden ostafrikanischen Insel Sansibar und kann bis zu 20 Meter hoch werden. Die stiftförmigen, gerade noch geschlossenen Knospen („Nägelchen“) werden getrocknet. Das Nelkenöl hat eine antiseptische Wirkung, und nicht wenige kennen es deshalb von Zahnarztbesuchen. Man benutzt die getrockneten Knospen für die Bäckerei, aber auch für Kompott, Glühwein und Punsch. Piment oder Nelkenpfeffer bezeichnet die beerenartige Steinfrucht eines bis zu zwölf Meter hohen, immergrünen Baumes auf den Antillen. In der karibischen Küche ist die halbreif geerntete Frucht beliebt, bei uns in der Weihnachtsbäckerei.

Kardamom gehört als Schilfgewächs aus Feuchtgebieten zur gleichen Pflanzenfamilie wie Ingwer und wird bis zu drei Meter hoch. Aus den Samen der nicht ganz reifen Kapselfrucht gewinnt man ätherische Öle, die besonders viel Eiweiß, Eisen und die Vitamine A, B und C enthalten.

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