Paulas Nachrichten

Zwei auf Abenteuersuche

09.02.2019, Von Karlotta Ehrenberg — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es gibt sie noch, die großen Abenteuer und Entdeckungen: Eine Reise quer durch Alaska

Die Zwillingsbrüder Hansen und Paul Hoepner bereiten sich gerade auf ein großes Abenteuer vor. Sie wollen mit einem selbst erfundenen Fahrzeug quer durch Alaska fahren.

Über ihre Reisen schreiben Hansen (links) und Paul Hoepner Bücher. Filme von den Abenteuer-Reisen der Zwillingsbrüder gibt es auch.  Foto: Karlotta Ehrenberg
Über ihre Reisen schreiben Hansen (links) und Paul Hoepner Bücher. Filme von den Abenteuer-Reisen der Zwillingsbrüder gibt es auch. Foto: Karlotta Ehrenberg

BERLIN. Abenteurer und Erfinder werden! Davon träumen viele Kinder. Die Zwillingsbrüder Paul und Hansen Hoepner haben diesen Traum wahr gemacht.

Die beiden sind 36 Jahre alt und gehen bald auf ihre dritte große Abenteuerreise. Und zwar auf einem selbst erfundenen Gefährt!

Diesmal wollen die Zwillinge für sechs Monate durch Alaska reisen. Das ist der nördlichste Bundesstaat der USA. Die Brüder wollen ihn vom Süden bis in den Norden durchqueren. Rund 4000 Kilometer sind das. Ein Teil davon ist von Schnee und Eis bedeckt. Im Winter kann es in einigen Gegenden bis zu minus 30 Grad kalt werden.

Wie wollen die Abenteurer das schaffen? Mit Hilfe von „Urmel“. So heißt das Fahrzeug mit Pedalantrieb, das die Gebrüder Hoepner eigens für die Reise erfunden haben. Sie bauen es momentan in ihrer Werkstatt in der Stadt Berlin selbst.

Losgehen soll es im August. „Wir werden im Süden, auf den Alëuten starten, da ist vor allem Sandstrand. Von dort an wird es immer schwieriger und kälter“, erklärt Hansen. Eine Heizung hat „Urmel“ nicht. Gegen die Kälte haben die Brüder besondere Funktionskleidung und Schlafsäcke gekauft. „Am Anfang werden wir auch noch Lagerfeuer machen können“, sagt Hansen. Paul ergänzt: „Gaskocher und Spiritusbrenner nehmen wir auch mit.“

Aber was ist mit wilden Tieren wie Bären? „Die meisten Tiere befinden sich schon im Winterschlaf. Aber der Eisbär, der ist eine Gefahr. Er wird in der Zeit noch wach und hungrig sein“, sagt Paul. Eisbären leben in Alaska hauptsächlich an der Nordküste – und meist auf Eisschollen.

Gut informiert und vorsichtig

Angst haben die Brüder keine. Begegnungen mit Bären werden sie vermeiden. Und wenn es doch dazu kommt, wissen sie, was zu tun ist. „Man darf den Bären nicht überraschen, man sollte kein Essen in den Taschen haben und bloß nicht versuchen, ein Foto mit ihm zu machen“, erklärt Hansen. Sein Bruder Paul nickt: „Das Wichtigste ist, dass man sich gut informiert und lernt, mit den Gefahren umzugehen.“ Dafür wollen sie mit Einwohnern sprechen. „Die wissen am besten Bescheid“, sagt Hansen.

Vorher gibt’s den Gesundheits-Check

Vor ihrer Reise wollten die Brüder aber sichergehen, dass sie gesundheitlich fit sind. „Wir haben einen Fitness-Check gemacht, um zu vermeiden, dass wir unterwegs gesundheitliche Probleme bekommen“, erzählt Paul. Sollte doch was passieren, haben sie ein Satellitentelefon dabei. Damit können sie Hilfe rufen.

So unmöglich, wie die Idee der Brüder anfangs klingt, ist sie wohl doch nicht. Aber es braucht Mut und gute Vorbereitung. Paul lacht: „Jedes Abenteuer ist möglich, und es lohnt sich, es anzugehen“.

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