Paulas Nachrichten

Zur Mittagspause in die Schul-Mensa

28.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der Mensa einer Schule geht es in der Mittagspause oft hoch her: Die Schüler stürmen herein, haben Hunger und wollen schnell etwas essen. Aber schmeckt das, was da auf den Tellern landet? Und fühlen sich die Schüler in der Mensa wohl? Wie sollte eine Mensa eigentlich aussehen? Das erklärte Torsten von Borstel dpa-Nachrichten für Kinder. Der Experte hilft Mensen zu planen.

Wie sieht die perfekte Mensa aus?

„Das Essen ist frisch, wird von netten Mitarbeitern zubereitet und ausgegeben. Alles sollte gut organisiert sein, kurzum: Die Schüler sollten sich dort wohlfühlen.

Eine Mensa sollte wie ein Restaurant sein: gut aussehen, gemütlich sein und gutes Essen anbieten.“

Wenn eine Mensa neu gebaut wird, worauf sollte man achten?

„Gleich ganz am Anfang sollte klar sein, welches Essen später gekocht und wie es zubereitet werden soll.

Wird es warm angeliefert? Dann braucht man ganz andere Technik, als wenn es tiefgekühlt geliefert und noch vor Ort fertig gegart werden muss.

Deshalb lohnt sich der Kauf der Geräte, die man dafür braucht. Viele Schulen ärgern sich darüber, dass sie das nicht vorher bedacht haben.“

Was können Schüler tun, wenn ihnen ihre Mensa nicht gefällt?

„Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel ganz einfach etwas gegen den Lärm machen, der dort in der Mittagspause oft herrscht: Wenn an der Decke größere Stoffbahnen befestigt werden, schluckt das viel Lärm. Bunte Wände sehen schön aus.

Man könnte einen Wettbewerb unter den Mitschülern starten: Wer hat die beste Idee zur Gestaltung der Mensa?

Genauso sollte es auch noch extra Bereiche geben für ältere Schüler. Die gehen nämlich oft gar nicht mehr gerne in die Mensa.“

Aber was essen sie dann?

„Sie holen sich an der Imbissbude eine schnelle Kost. Aber das ist auf Dauer ungesund und liegt schwer im Magen: So kann man nicht gut lernen. Um diese Schüler wieder anzulocken, kann man zum Beispiel den Schulkiosk mit in die Mensa hineinholen. Wenn dort nicht nur Süßes angeboten wird, sondern kleine gesunde Snacks – wie zum Beispiel heiße Kartoffel mit Quark oder Gemüse-Wraps – dann gehen sie auch lieber dahin als zum Imbiss.“

Was ist noch wichtig?

„Das Essen sollte abwechslungsreich sein: Themenwochen machen zum Beispiel Spaß. Wenn es mal Mexikanisch gibt oder eine Hühnchen-Woche – jeden Tag ein anderes Hühnchengericht. Auch der Stundenplan muss stimmen: Die Mittagspause sollte mindestens 40, besser 60 Minuten lang sein. Dann können die Schüler nicht nur in Ruhe essen, sondern auch noch kurz an die frische Luft gehen und sich ein wenig bewegen. Danach ist ihr Kopf wieder frei für neuen Lernstoff.“

Schüler holen sich in der Mensa ihr Mittagessen ab. Foto: Jens Büttner

Paulas Nachrichten