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Zu Besuch beim Krippenbau

08.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sägen, schnitzen, schrauben: Wer eine eigene Weihnachtskrippe bauen will, sollte Spaß am Werkeln haben. Wir haben Janna, Jerome und Jan bei einem Krippenbau-Kurs besucht. Jerome verleimt die Dachbalken mit den Wänden und lächelt zufrieden. „So langsam sieht es nach einer richtigen Krippe aus“, sagt der Zwölfjährige und betrachtet stolz sein Häuschen. Vor allem die kleine Holztür mit dem Nagel als Türklinke gefällt ihm gut. Die Rillen hat er selbst in die Tür geschnitzt. „Als Nächstes muss die Dachplatte drauf“, erklärt er.

Jannas Krippe ist fast fertig.  Foto: Birgit Ellinger
Jannas Krippe ist fast fertig. Foto: Birgit Ellinger

Die zehnjährige Janna ist schon einen Schritt weiter. Das Dach auf ihrer Krippe ist festgenagelt. Jetzt werden die Wände mit einer speziellen Leimmischung angestrichen – das nennt man verputzen. Konzentriert trägt sie die weiße Masse mit einem Spachtel auf. „Es muss gleichmäßig werden, sonst sieht es nicht schön aus“, sagt sie.

In der Werkstatt der Krippenbau-Schule in Kempten in Bayern ist heute viel los. Hier wird gesägt, geschnitzt, geschraubt und geleimt. Überall riecht es nach Holz. Unter Anleitung von Experten bauen Mädchen und Jungen ihre eigene Weihnachtskrippe. In so einer Krippe wird eine Szene aus der Weihnachtsgeschichte dargestellt. „Ich habe letztes Jahr in einer Ausstellung eine ganz tolle Krippe gesehen. Danach wollte ich unbedingt selbst eine machen“, sagt Janna. Wie die anderen hat auch Janna ihren Papa zum Krippenbau-Kurs mitgebracht. Die Erwachsenen helfen mit und übernehmen gefährlichere Arbeiten – zum Beispiel wenn große Holzplatten an einer Maschine gesägt werden. Aber das meiste machen die Kinder selbst.

Auch Jan baut seine eigene Krippe. Der Sechsjährige hat sich dafür auf die Werkbank gesetzt. Neben ihm liegt ein Haufen mit kleinen, gehobelten Holzscheiben. Das sind die Schindeln, die auf das Dach kommen. Vorsichtig nimmt Jan jede einzelne Schindel in die Hand und drückt sie am Leim fest, den er davor aufgetragen hat.

Sobald das Häuschen fertig und der Putz trocken ist, dürfen die Krippenbauer mit der Dekoration beginnen. Der Kursleiter stellt dafür mehrere Behälter mit gelben und grünen Lärchennadeln, Sand, getrocknetem Moos, Steinen, Wurzeln und Ästen bereit. Jeder hat andere Ideen, wie er seine Krippe schmücken will. Jerome baut zum Beispiel mehrere Holzstapel in seine Krippe und legt ein paar Kieselsteine aus.

Janna schmückt ihre mit Wurzeln und Ästen. Sie freut sich darauf, auf einem Weihnachtsmarkt die Figuren und Zubehör wie kleine Laternen oder eine Feuerstelle auszusuchen. „Es gibt so viele schöne Sachen, die man in eine Krippe stellen kann“, sagt sie.

Jan hat seine Krippe nur mit gelben Lärchennadeln ausgelegt, die das Stroh im Stall darstellen. „Hier soll ganz viel Platz sein für die Figuren“, sagt der Sechsjährige. Ungeduldig rutscht er auf seinem Stuhl hin und her. Jan kann es kaum erwarten, bis endlich Weihnachten ist und seine Krippe unter dem Tannenbaum steht.

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