Paulas Nachrichten

Zaubern mit Paraffin

09.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist laut in der Kerzenfabrik. Die Maschinen rattern, was das Zeug hält. Ein Roboterarm schnappt sich Pappkartons und faltet sie. Drüben auf dem Laufband spuckt eine Drehscheibe ein Teelicht nach dem anderen aus. Und hier, an der riesigen Sprühtrommel, liegt da etwa Schnee? Ein Mann nimmt ein bisschen davon und lässt es durch die Finger rieseln. Die feinen weißen Stückchen sind warm! Das kann kein Schnee sein. „Das ist Paraffinpulver“, erklärt Percy Majchrzak. „Daraus werden Teelichter gepresst.“ Paraffin ist eine Art Wachs. Aus diesem Material werden sehr viele Kerzen hergestellt.

In der Kerzenfabrik Gies bei Hamburg sind das jeden Tag mehrere Millionen. Besonders für das Weihnachtsfest und den Winter laufen die Maschinen rund um die Uhr. Das Unternehmen verarbeitet Paraffin. Und mit diesem Stoff kann man alles Mögliche machen: pressen, ziehen, gießen – Kerzen können auf verschiedene Weisen hergestellt werden. Wie von Zauberhand kann Paraffin seine Form ändern. Es ist mal flüssig, mal wie Pulver, mal ein fester Block. Gezaubert wird in der Fabrik natürlich nicht. Die Veränderung lässt sich über die Temperatur regeln.

Zuerst brausen Tanklaster mit sehr heißem Paraffin in die Fabrik. In dem Zustand ist es flüssig und durchsichtig. So wie Teile des Teelichts, wenn es schon eine Weile brennt. Dort in der Fabrik, wo es aussieht wie Schnee, wurde es in feinen Strahlen auf eine Kühltrommel gesprüht. Kaum dass das Paraffin kalt wird, verfestigt es sich nämlich. Ein Messer kratzt das dünne, feste Wachs von der Trommel und lässt es in feinen Flöckchen auf ein Förderband rieseln. Das Pulver soll jetzt zu einem Teelicht gepresst werden. Wie das genau geht, ist kaum zu sehen. Das meiste läuft in den Bäuchen der Maschinen ab. Selbst das Alu- Schälchen des Teelichts, das Metallplättchen für den Docht und den Docht selbst schnappt sich die Maschine automatisch. Am Auswurf klackern die Teelichter fix und fertig auf das Förderband. Irgendwie ist es doch ein bisschen wie zaubern.

Noch sind die Teelichter aber nicht am Ziel. Schließlich müssen sie ja noch in Tüten verpackt werden. Die Teelichter kommen an einer weiteren Maschine vorbei – und fallen in Plastikschläuche. Zum Glück weiß das Programm, wann ein Beutel voll ist und schweißt das Plastik zu. Dann wartet schon der gefaltete Karton. Und wenn der nächste Roboter die Kartons verschlossen und auf eine Palette gepackt hat, geht es bald auf den Weg in den Laden. Dort kannst du das Teelicht endlich kaufen!

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