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Zahlen für die Post

10.09.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Postleitzahl ist sehr wichtig, damit auch alle Briefe und Pakete richtig ankommen

Auf Briefen, Päckchen und Paketen darf sie meist nicht fehlen: die Postleitzahl. Die fünf Zahlen helfen der Post, Sendungen möglichst schnell zuzustellen. Dafür haben Mathematiker ein kompliziertes System errechnet.

Briefkästen stehen im Museum für Kommunikation in Berlin. Wer seine Post in den Briefkasten wirft, sollte an die Postleitzahl denken!  Foto: Philipp Brandstädter
Briefkästen stehen im Museum für Kommunikation in Berlin. Wer seine Post in den Briefkasten wirft, sollte an die Postleitzahl denken! Foto: Philipp Brandstädter

Briefe und Postkarten schreiben ist vielleicht ein bisschen altmodisch geworden. Nachrichten lassen sich viel schneller über das Smartphone verschicken. Trotzdem freut man sich über eine Karte aus dem Urlaub mehr als über ein rasch gesendetes Handy-Foto.

Wenn du deinen Großeltern, Eltern oder Freunden eine Karte schreiben willst, brauchst du deren Adresse. Den Namen weiß man bestimmt. Den Wohnort, die Straße und die Hausnummer vielleicht auch. Aber dann braucht man ja auch noch die fünfstellige Postleitzahl. Die kann sich doch keiner merken. Wer hat sich die überhaupt ausgedacht?

Veit Didczuneit vom Museum für Kommunikation in Berlin kann das erklären: „Die Postleitzahlen sind für die Post wichtig, um alle Sendungen an den richtigen Ort zu übermitteln.“ Um das schnell und sicher zu schaffen, reichen Name und der bloße Wohnort nicht aus. Ein Name kann häufiger vorkommen.

Außerdem kennen zum Beispiel die Mitarbeiter einer Poststelle in München nicht unbedingt alle Dörfer in der Umgebung von Hamburg.

Deshalb haben Mathematiker für das ganze Land ein System aus Zahlen entwickelt. An den ersten beiden Ziffern einer Postleitzahl kann man die Gegend erkennen, in der ein Ort liegt. „Die hinteren drei sind für die Kunden reserviert“, erklärt Veit Didczuneit. Die Kunden, das können etwa Firmen, Postfächer oder private Leute sein. So können etwa Firmen, die besonders viel Post bekommen, eine eigene Postleitzahl erhalten.

Grundsätzlich gilt: Kleinere Postleitzahlen stehen für Gemeinden im Osten und Norden. Dort beginnen die Zahlen etwa mit einer 0 oder 1. „Eine doppelte Null am Anfang wurde allerdings nicht vergeben“, sagt der Fachmann. So eine Nullnummer hätte vielen Leuten nicht gefallen.

Die niedrigste Postleitzahl ist daher die 01067 in der Stadt Dresden im Bundesland Sachsen. Die höheren Postleitzahlen hingegen haben Orte im Westen und Süden bekommen. So beginnen die Zahlen in den Bundesländern Bayern und Thüringen mit einer 9. Die höchste Postleitzahl hat die Thüringer Gemeinde Körner mit der 99998.

Anhand dieser Zahlen können Computer blitzschnell auslesen, wohin ein Brief, eine Karte oder ein Paket geschickt werden soll. Die Rechner erfassen die Adresszeilen. Sie können auch sehr krakelige Schriften oder versehentliche Zahlendreher erkennen und richtig zuweisen.

Falls das doch mal nicht klappt, muss eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Post versuchen, die richtige Adresse zu entziffern. Das bedeutet: Wenn die Postleitzahl auf der Postkarte aus dem Urlaub mal nicht ganz stimmt, wird sie wahrscheinlich trotzdem ankommen. Es kann nur sein, dass die Karte etwas länger unterwegs ist.

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