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„Wunder gibt es vor der Türe“ Guido Hammesfahr ist in der Sendung „Löwenzahn“ Fritz Fuchs – Er dreht mit Igel und Wurm

08.06.2013 00:00, Von Carolin Stihler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herr Hammesfahr, wo finden Sie die Themen für Ihre Sendung?

Segeln mit Kollege Keks: Fritz Fuchs in einer „Löwenzahn“-Sendung
Segeln mit Kollege Keks: Fritz Fuchs in einer „Löwenzahn“-Sendung

Wichtig ist, die Augen offen zu halten und zu erkennen, was man vor der Haustüre findet. Unkräuter oder andere unscheinbare Dinge haben im großen Ganzen oft eine ganz andere Funktion. Zum Beispiel haben die Regenwürmer eine wichtige Aufgabe: Sie lockern die Böden auf. Spannend ist, wie viele Blätter sie vertilgen. Diese – auf den ersten Blick unscheinbaren – Dinge machen für mich das große Wunder aus.

Wie ist es, mit Tieren wie Igeln oder Maulwürfen zu drehen?

Man muss geduldig sein und die Nerven behalten. Ich muss zum Beispiel spontan dann etwas erklären, wenn das Tier bereit ist, den Kopf zu drehen. Aber bisher ist es immer gut gegangen.

Haben Sie schon mal einen Igel aufgepäppelt?

Wir haben mal einen Igel gefunden. Ich komme aus einer ländlichen Region. Wir haben ihm damals mit Wasser verdünnte Milch gegeben. Heute weiß ich, dass man das gar nicht darf. Aber wir haben ihn in die Obhut einer erfahrenen Frau gegeben. Dann war es in Ordnung.

Was haben Sie und Fritz Fuchs gemeinsam?

Durch die Dreharbeiten bin ich viel im Freien, und das tut mir gut. Schließlich bin ich als Landei aufgewachsen. Und ich bin Segler. Auf meinem Holzboot habe ich ebenso wenig Komfort wie in dem Bauwagen. Dass mein Leben in der Stadt aber etwas anders aussieht als im Bauwagen, ist klar.

Lernen Sie bei „Löwenzahn“ noch etwas dazu?

Ich lerne in meinem Beruf ständig dazu, das ist gut. Zum Beispiel habe ich etwas über die Löwenzahnpflanze gelernt, aus der man Gummi herstellen kann. So etwas finde ich spannend. In jeder Sendung geht es um etwas, wovon man vielleicht schon gehört hat, es aber nicht so genau weiß.

Was macht „Löwenzahn“ zu einer besonderen Kindersendung?

Die Sendung hat sich ein bisschen geändert, seit Fritz Fuchs sie übernommen hat. Wir haben etwas mehr Tempo und Spannung eingebracht, dadurch dass Fritz wie ein Detektiv den Dingen auf den Grund geht. Auf der anderen Seite macht es die Sendung aus, dass wir die kleinen Dinge direkt vor der Haustüre ganz neugierig entdecken und uns dafür immer Zeit nehmen. Ein weiteres Merkmal von „Löwenzahn“ ist, dass wir in jeder Folge eine ganze Geschichte erzählen. Innerhalb dieser Geschichte werden dann die Dinge erklärt. Das soll auch so bleiben.

Haben Sie Haustiere?

Nein, ich habe leider keine Zeit, mich um ein Haustier zu kümmern. Das wäre dem Tier gegenüber nicht fair. Mit dem Hund Keks aus meiner Sendung habe ich aber ein sehr inniges Verhältnis. Er ist ein Profihund, der spürt, dass ich das Gleiche mache wie er. Auf ein bestimmtes Signal hin stehen wir vor der Kamera und führen unsere Tricks auf. Er bekommt allerdings am Ende immer ein Leckerli. Ich nicht.

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