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Woher kommen Obst und Gemüse im Winter?

11.01.2021 05:30, Von Weronika Peneshko — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es klingt doch verrückt: Draußen ist es eisig kalt. Die Bäume sind kahl und es wächst kaum etwas. Aber im Supermarkt gibt es trotzdem buntes Gemüse und Obst. Wie kann das sein? Wo kommt das alles her?

Großbritannien, Boston: Landwirtschaftsarbeiter ernten Rosenkohl vor der Weihnachtszeit, an der es traditionell viel Nachfrage dafür gibt. Erst nach dem ersten Frost wird Rosenkohl richtig lecker. Fotos: Joe Giddens
Großbritannien, Boston: Landwirtschaftsarbeiter ernten Rosenkohl vor der Weihnachtszeit, an der es traditionell viel Nachfrage dafür gibt. Erst nach dem ersten Frost wird Rosenkohl richtig lecker. Fotos: Joe Giddens

Im Supermarkt kannst du von A wie Ananas bis Z wie Zitrone auch im Winter alles kaufen. Aber wo wird unser Obst und Gemüse angebaut?

Wintergemüse kann die Kälte gut aushalten

Zuerst musst du wissen: Es gibt unterschiedliche Gemüsesorten. Wintergemüse kann die Kälte gut aushalten. Es wird im Herbst und Winter geerntet. Ein Wintergemüse ist zum Beispiel der Rosenkohl. Er mag sogar den Frost. Erst dann wird er ein bisschen süßer und dadurch richtig lecker.

Muss vor dem ersten Frost aus der Erde geholt werden

Die Rote Bete ist auch ein Wintergemüse. Aber: Sie muss vor dem ersten Frost aus der Erde geholt werden. Denn wenn die Erde eingefroren ist, kommen die Bauern nicht mehr an die Rote Bete heran. Außerdem könne der Frost die Rote Bete kaputt machen, sagt ein Bauer aus Nordrhein-Westfalen.

„Auf unserem Hof holen wir die Rote Bete vom Feld und lagern sie frostsicher ein“, sagt er. „Im Winter verkaufe ich sie nach und nach auf dem Markt.“ Wegen der besonderen Lagerung könne man dann den ganzen Winter lang frische Rote Bete kaufen, erklärt der Bauer.

Tomaten wachsen in Treibhäusern

Auch Tomaten findest du im Winter im Supermarkt. Die können bei der Kälte aber nicht auf dem Feld oder im Garten wachsen.

„Der Tomate haben wir ein Wohnzimmer gebaut“, erklärt eine Expertin. Die Tomaten wachsen dann unter warmen Bedingungen in sogenannten Treibhäusern. „Mit Wärme und Licht kann man auch im Winter so tun, als wäre es Sommer.“

Eigentlich könnte man alles im Treibhaus anbauen. Aber eine exotische Frucht wie die Ananas würde auch im Sommer nicht bei uns wachsen. Sie müsste dann das ganze Jahr lang in einem Treibhaus angebaut werden. Denn unser Klima in Deutschland passt einfach nicht.

Die Ananas kommt aus dem Ausland

In anderen Ländern wie etwa Thailand ist es warm genug. Deswegen kommt die Ananas aus dem Ausland in den Supermarkt, genau wie gerade auch viele andere Obst- und Gemüsesorten. Sie werden mit Flugzeugen oder Schiffen zu uns gebracht und landen dann im Supermarkt-Regal.

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