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Wo Wind zu Strom wird – auf 130 Meter Höhe

12.09.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

No matter how complicated your task is our essays for sale will impress any teacher. Hurry up to get premium-quality in all Der Wind hat ganz schön viel Kraft. Das weiß jeder, der schon mal bei Gegenwind Fahrrad gefahren ist. Diese Kraft kann man nutzen, um Strom zu erzeugen.

Windkraftanlagen stehen an vielen Orten. Einige davon sind riesig und stehen mitten im Meer. Wie sehen diese Giganten wohl von innen aus? Also los, wagen wir den Aufstieg und schauen uns einen von ihnen genauer an. Dafür müssen wir nicht einmal aufs Meer fahren. Denn eine Anlage steht zum Testen in der Nähe von Bremerhaven in Norddeutschland.

Mit einem zischenden Geräusch bewegen sich die Flügel der Windkraftanlage M5000 durch die Luft. Rotorblätter heißen sie in der Fachsprache. Damit der Aufstieg beginnen kann, verordnet ihnen Experte Uwe Hübner erstmal eine Zwangspause. „Bitte die Anlage drei abschalten“, sagt er in sein Mobiltelefon. Schon wenige Minuten später stehen die Rotorblätter still.

Uwe Hübner setzt seinen Helm auf und legt den Sicherheitsgurt an. Vor der Brust befestigt er ein Funkgerät, über das er mit seinem Kollegen sprechen kann, wenn er oben ist. Er öffnet die Tür im Turm der Windkraftanlage und betritt einen hohen, dunklen Raum. Der Fahrstuhl darin sieht aus wie ein Metallkäfig. Ruckelnd setzt er sich in Bewegung. „Wenn er stecken bleibt, müssen wir die Leiter benutzen.“ Uwe Hübner deutet auf die Wand des Turms, wo Metallsprossen nach oben führen. Doch zum Glück läuft alles gut. Ein letzter Ruck, schon hält der Fahrstuhl auf einer Zwischenebene. Hier geht es hinaus auf die Außenplattform, eine Art Balkon. „Wenn die Anlage offshore steht, also im Meer, reicht das Wasser fast bis hier“, erklärt Uwe Hübner. Techniker können dann vom Schiff aus über eine Leiter auf die Plattform klettern und gelangen so in die Anlage. Wir wollen mit dem Fahrstuhl noch weiter nach oben, zur Gondel. Die letzten Meter müssen wir über eine Leiter hinauf, durch eine Klappe in der Decke kommen wir in einen kleinen Raum voller Apparaten. Die runden Fenster erinnern an ein Schiff. Und auch unter den Füßen fühlt es sich an wie auf hoher See: Der Turm aus Beton und Stahl schwankt. Ganz normal sei das, beruhigt Uwe Hübner, schließlich stehe man hier auf 130 Meter Höhe. So hoch ist ein Haus mit mehr als 40 Stockwerken. Uwe Hübner lehnt sich lässig an eine große Metallscheibe, die Bremse. Damit kann man die Rotorblätter anhalten. Dahinter liegt ein kleiner, dunkler Raum. Würde man hier weitergehen, käme man ins Innere der Nabe. Die sieht von unten so aus wie die Nase der Windenergieanlage. An ihr ist der Rotor mit den Rotorblättern befestigt. Im Funkgerät knackt es: „Wie sieht’s aus?“, fragt der Kollege von unten. „Alles in Ordnung, wir kommen gleich runter“, antwortet Uwe Hübner. Der Abstieg kann beginnen.

Das Bild zeigt den Aufbau einer Windkraftanlage bei Bremerhaven. Die 130 Meter hohen Wind-Riesen sind in der Lage, auch mitten im Meer Strom zu erzeugen. Foto: AREVA Multibrid/Jan Oelker

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