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Wo der Apfelsaft herkommt

28.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Äpfel mag ich ganz, ganz gerne“, sagt Lea. Ihre Mutter kauft Äpfel meist im Supermarkt. Deshalb ist die Siebenjährige aus der zweiten Klasse heute auf was Neues gespannt: Mit 18 Mitschülern und ihrer Lehrerin ist sie aufs Land gefahren – dorthin, wo ganz viele Äpfel wachsen, zu Kerstin Hintz.

Frau Hintz hat einen Obsthof mit Apfelbäumen. Sie erklärt den Jungen und Mädchen, was sie an diesem Herbsttag machen werden: „Ihr werdet selbst Äpfel ernten und in unserer kleinen Apfelsaftfabrik daraus Saft herstellen.“

Vorher erklärt die 45 Jahre alte Apfelbäuerin ihren Gästen noch: „Früher waren die Bäume 13 bis 15 Meter hoch. Die Pflücker mussten auf lange, wackelige Leitern steigen.“ Dann wurden neue, andere Bäume gezüchtet. „Heute messen die Bäume nur noch etwa 2,50 Meter. Da kann man viel leichter ernten. Außerdem kommt die Sonne so besser an die Früchte, die dann mehr Vitamine und eine schöne Farbe kriegen.“

Fürs Pflücken hat Kerstin Hintz ein paar Tipps. „Ein Apfel ist empfindlicher als ein rohes Ei. Hat er erst eine Druckstelle, wird er nach ein paar Tagen faulig.“ Deshalb gilt für jeden, der pflückt: Die Äpfel werden vorsichtig in die Kiste gelegt. Der Mann von Frau Hintz rattert mit einem Traktor auf den Hof. Er lädt alle in einen Anhänger und fährt mit ihnen die kurze Strecke zur Apfelplantage. Dort wachsen viele Sorten – Gloster und Gravensteiner, Cox Orange, Boskoop und andere. Die Sorten haben unterschiedliche Größen und Farben. Sie schmecken mal süß, mal saurer, sind mal fester und mal weicher.

Lea will die roten, kugelrunden Gloster-Äpfel ernten. Vorsichtig, wie sie es eben gelernt hat, zieht sie die Äpfel nach vorne. Sie dreht sie mit ihrem Stiel vom Ast. Bald sind die ersten Kisten voll. Mit dem Traktor geht es zurück auf den Hof.

In der Scheune werden die Äpfel gewaschen. Die Kinder sitzen an Tischen und zerschneiden die Früchte mit einem Messer. Acht Teile sollen es sein. Dann wird das Obst noch weiter in einer Obstmühle zerkleinert, damit es in der Presse zu Apfelsaft werden kann.

Lea und ihre Mitschüler bedienen abwechselnd die Apfelpresse, die von außen wie ein Holzfass aussieht. Das kostet Kraft. Denn man muss einen Griff fest in der Hand halten und dabei um das Fass herumgehen.

Lea hat gemerkt, wie anstrengend es für die Bauern sein kann, Äpfel zu ernten und zu verarbeiten.

Trotzdem: „Hier hat mir alles gut gefallen“, sagt sie. „Jetzt kenne ich mich auch viel besser aus. Daran denke ich, wenn ich wieder Äpfel esse oder mit meiner Mami einkaufen gehe.“

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