Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Wird es auf der Erde eng?

08.07.2017 00:00, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn mehr Menschen auf der Erde leben, müssen wir besser auf Umwelt und Rohstoffe achten

Menschen wohnen in riesigen Hochhäusern in riesigen Städten. Die Straßen sind überfüllt, es gibt in vielen Regionen zu wenig zum Essen. Könnte so die Zukunft aussehen? Die Zahl der Menschen steigt doch schließlich rasant an. Oder vielleicht doch nicht?

Beleuchtete Hochhäuser in Doha (Katar) bei Nacht. Werden in Zukunft mehr Menschen in Hochhäusern leben?  Foto: Andreas Gebert
Beleuchtete Hochhäuser in Doha (Katar) bei Nacht. Werden in Zukunft mehr Menschen in Hochhäusern leben? Foto: Andreas Gebert

Nie gab es so viele Menschen auf der Welt wie heute. Unsere Bevölkerung wächst rasant. Jede Minute kommen etwa 160 neue Menschen hinzu. Das entspricht ungefähr sieben Schulklassen. Zurzeit leben auf der Erde fast siebeneinhalb Milliarden Leute. Manche fragen sich deshalb: Wird es auf der Erde eng?

Forscherin Alisa Kaps will wissen, wie sich die Zahl der Menschen auf der Welt entwickelt.  Foto: Philipp Brandstädter
Forscherin Alisa Kaps will wissen, wie sich die Zahl der Menschen auf der Welt entwickelt. Foto: Philipp Brandstädter

Es gibt Fachleute, die solche Fragen untersuchen. Alisa Kaps ist eine von ihnen. Sie interessiert etwa: Wie viele Kinder werden geboren? Und wie viele Menschen sterben?

„Durch diese Daten können wir in etwa abschätzen, wohin sich ein Land entwickelt“, erklärt sie. Also ob es dort mehr Menschen werden oder weniger.

Bildung spielt eine Rolle

Auch die Gesundheit und die Bildung der Leute beeinflussen das Wachstum der Bevölkerung. In Familien in armen Ländern kommen oft viele Kinder zur Welt. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Etwa, dass viele Leute in diesen Ländern nur kurz oder gar nicht zur Schule gehen. In ihren Berufen verdienen sie später wenig Geld.

Viele Kinder müssen arbeiten

Die Familien sind deshalb darauf angewiesen, dass sie viele Kinder haben. Sie sollen arbeiten, damit die Familie etwa genug Essen hat. In reichen Ländern haben Menschen dagegen oft nur wenige Kinder oder keine.

Forscher haben beobachtet: Einerseits gibt es im Verhältnis immer weniger arme und kranke Leute auf der Welt. Außerdem können immer mehr lesen und schreiben. Sie sind besser gebildet und haben bessere Berufe. Viele Länder haben bereits gezeigt: Unter diesen Umständen werden weniger Kinder geboren. So ist das auch in Deutschland. Doch noch haben nicht alle Länder diese Entwicklung vollzogen.

In Asien wächst die Bevölkerung

Es gibt also noch einige Länder, in denen die Zahl der Leute stark zunimmt. Viele dieser Länder liegen zum Beispiel in Asien. Etwa vier Milliarden Menschen wohnen allein auf diesem Kontinent. In Europa ist das anders. Vor einiger Zeit stieg auch hier die Zahl der Leute noch an. Heute leben knapp eine Milliarde Menschen dort. Die Zahl der Europäer sinkt sogar ein wenig. „Diese Entwicklung machen alle Länder durch“, sagt Alisa Kaps. „Bisher ist kein Land unaufhörlich weitergewachsen.“

Manche Forscher gehen davon aus, dass sich ein Gleichgewicht in der Weltbevölkerung einstellen wird. „Bis zum Jahr 2100 dürften knapp elf Milliarden Menschen auf der Erde leben“, sagt Alisa Kaps. „Es ist möglich, dass wir uns bei dieser Zahl einpendeln. Vielleicht werden wir sogar weniger.“

Ob so viele Leute auf dem Planeten gut leben können, hängt von einigen Dingen ab: Etwa davon, wie die Menschen mit der Umwelt, ihren Rohstoffen und den Lebensmitteln umgehen.

In Bangladesch geht die Entwicklung im Schnell-Durchlauf

Das Land Bangladesch liegt östlich neben Indien und ist für Bevölkerungs-Forscher besonders spannend. Die Entwicklung, die andere Länder in ein oder zwei Jahrhunderten erlebt haben, nahm Bangladesch im Schnell-Durchlauf.

Bangladesch ist ein armes Land, in dem sehr viele Menschen leben. Noch vor etwa 40 Jahren bekam eine Frau in Bangladesch durchschnittlich sieben Kinder. Einige davon starben früh.

Nur noch zwei bis drei Kinder

Doch mittlerweile steht es um die Gesundheit der Leute in dem Land viel besser: Die Kinder bleiben eher gesund. Und die Frauen bringen nur noch etwa zwei bis drei Kinder zur Welt. Auf diese Weise hat sich die Bevölkerung in dem Land besonders schnell gewandelt.

Paulas Nachrichten

Niedlicher Teufel

Der Tasmanische Teufel lebt in Australien

(dpa) Süß finden ihn manche wegen seiner knuffigen Nase und den roten Ohren. Andere erschrecken sich vielleicht eher, wenn sie einem Tasmanischen Teufel begegnen. Denn dieses Tier kann nicht nur laut kreischen und kräftig…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten