Paulas Nachrichten

Winzige Dellen im feuchten Ton

22.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn wir einen Brief schreiben, benutzen wir meistens Stift und Papier. Die Briefe, die im Palast von Qatna im Wüstensand in Syrien gefunden wurden, sehen ganz anders aus. Es sind Tontafeln übersät mit winzigen Dellen.

Die kantigen Zeichen entstanden, weil die Leute damals einen Griffel auf unterschiedliche Weise in ein Kissen aus feuchtem Ton drückten.

Ein Griffel war ein Stäbchen, mit dem man Zeichen zum Beispiel auf Platten aus Ton, Schiefer oder Stein drücken und ritzen konnte. Dieser Griffel war vorne dreieckig geformt.

Beim Drücken in den Ton entstanden Formen, die an einen Keil erinnern. Daher kommt der Name Keilschrift.

Diese Schrift wurde vor ungefähr 5000 Jahren erfunden und mehr als 3000 Jahre lang verwendet – und zwar von vielen Völkern und für viele verschiedene Sprachen.

Wer damals schon lesen und schreiben konnte, galt als sehr gebildet.

Meistens brauchte man viele Jahre, um es zu lernen. Nicht einmal alle Könige konnten es.

Die Keilschrift bestand aus 500 bis 600 Zeichen. Die alle zu lernen, war ganz schön mühsam und dauerte lange.

Qatna war um das Jahr 1500 vor unserer Zeitrechnung eine blühende und mächtige Stadt. In einer Grabkammer unter den Ruinen des Palastes fanden die Wissenschaftler mehr als 70 Tontafeln mit alter Keilschrift.

Darunter waren auch Briefe und Urkunden.

Die Tafeln verraten Geschichten von früher – zum Beispiel über eine Prinzessin, die einen Sonnenstich bekam, weil sie in der Mittagshitze vor den Palast ging.

Der Feldzugbericht des Königs Sanherib von Assyrien in Keilschrift aus dem 8./7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Die Schriftzeichen der Keilschrift sehen aus wie ein Muster aus dreieckigen Strichen und Winkeln. Foto: Peter Steffen

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