Paulas Nachrichten

Wilde Tiere kommen bis in die Stadt

10.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In einer Großstadt lässt es sich prima leben. Das Leben dort schätzen nicht nur viele Menschen, die dort wohnen und arbeiten. Auch eine Menge Tiere mögen es.

Auf leisen Sohlen huscht ein Fuchs durchs Wohngebiet. Er schaut sich noch mal um – und schon verschwindet er hinter der nächsten Ecke. Wir sind nicht im oder am Wald. Wir befinden uns in einer Großstadt. Spatzen, Tauben, Eichhörnchen, Amseln, Mäuse, Kaninchen, Marder oder sogar Wildschweine: In großen Städten wie München, Köln oder Nürnberg ist tierisch was los.

Einige Wildtiere bekommt man allerdings kaum zu sehen. Sie gehen den Menschen aus dem Weg und sind vor allem nachts aktiv. Den Tag verschlafen sie gut geschützt im Gebüsch, in Erdhöhlen oder auf Bäumen. Auch verlassene Häuser und Keller sind ein gutes Versteck.

Was aber machen die Tiere überhaupt in der Stadt? Einige sind sogenannte Kulturfolger. Das heißt, sie leben gern in der Nähe des Menschen. Denn sie finden in der Stadt viel zu fressen. Dazu gehören zum Beispiel Spatzen, Ratten und Tauben. Größere Wildtiere kommen dagegen meist in die Stadt, weil der Mensch auf dem Land zum Beispiel ihre Lebensräume zerstört hat. Wälder wurden abgeholzt, um etwa Siedlungen Platz zu machen. Aus Wiesen entstanden gigantische Ackerflächen. Und wo früher Frösche quakten, parken jetzt Autos.

Für einige Tierarten wird es dadurch auf dem Land zu eng. Sie flüchten in die Stadt. Verrückterweise finden sie ausgerechnet in einer Großstadt alles, was sie zum Leben brauchen: Schlupflöcher zum Dösen, Grünflächen, um Junge großzuziehen, und vor allem viel, viel Nahrung.

Schwierig wird es oft dann, wenn die Tiere in der Stadt auf Menschen treffen. Einige haben Angst, andere füttern die Tiere. Beides ist falsch und kann sogar gefährlich sein. Solltet ihr also einmal einem Wildtier begegnen, bleibt ganz ruhig. Sprecht weiter – denn das kennen die Tiere von uns Menschen – und nehmt einfach einen anderen Weg.

Im Streiflicht der warmen Nachmittagssonne hat sich dieser Fuchs zum Dösen in eine Baumwurzel zurückgezogen. Foto: Boris Roessler

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