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Wieso muss ich das lernen?

10.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nicht jedes Fach macht allen Schülern gleich viel Spaß

Mathe ist für viele Menschen ein Horrorfach. Von Formeln und Rechenwegen kann einem manchmal der Kopf schwirren. Mit einer Expertin haben dpa-Nachrichten für Kinder darüber gesprochen, wie die Angst vor Mathe etwas weniger werden kann.

Ein Mädchen der zweiten Klasse einer Grundschule steht an der Tafel vor einer Rechenaufgabe. Über Mathe-Aufgaben kann man sich schon mal den Kopf zerbrechen. Sie können aber auch Spaß machen.  Foto: Frank Leonhardt/dpa
Ein Mädchen der zweiten Klasse einer Grundschule steht an der Tafel vor einer Rechenaufgabe. Über Mathe-Aufgaben kann man sich schon mal den Kopf zerbrechen. Sie können aber auch Spaß machen. Foto: Frank Leonhardt/dpa

„Boah, morgen Mathearbeit, wozu brauche ich das eigentlich?“ Hast du dir so was Ähnliches auch schon mal gedacht? Dann geht es dir offenbar wie einigen anderen Schülern und Schülerinnen bei uns. Zumindest haben Fachleute herausgefunden: Deutsche Viertklässler sind in Mathe eher Mittelmaß im Vergleich mit anderen Ländern. Aber warum tun sich viele von uns schwer mit dem Fach?

Mathe braucht man häufig auch im Alltag

Viele Dinge aus der Mathematik sieht man nicht direkt in der Welt, erklärt die Expertin Brigitte Lutz-Westphal. „Dann hat man als Kind schnell das Gefühl: Das hat mit mir gar nichts zu tun“, sagt sie. Das ist bei Musik oder Sprachen etwa anders. Dabei brauchen wir Mathe bei ganz vielen Dingen im Alltag: Wer zum Beispiel zu Weihnachten ein Lebkuchenhaus backen will, muss sich überlegen, wie groß Dach und Wände sein müssen, damit alles zusammenpasst. Mathe kann auch helfen, Muster in der Welt leichter zu erkennen, sagt Brigitte Lutz-Westphal. Man lernt bestimmte Probleme zu lösen, auch wenn einem das nicht immer direkt klar wird. Wenn man etwas aufteilen möchte, kann etwa das Dividieren helfen. Oder man erkennt geometrische Muster an Häusern und rechnet im Supermarkt.

Gedankenexperimente können Spaß machen

Mit Mathematik kann man viele gedankliche Experimente machen, findet Brigitte Lutz-Westphal. „Man kann sich etwa überlegen, warum das Ergebnis gleich bleibt, wenn man aus 5 plus 5 die Rechnung 6 plus 4 macht, aber warum das Ergebnis sich verändert, wenn man aus 5 mal 5 die Rechnung 6 mal 4 macht“, sagt sie.

Nach der Lösung eines Problems fühlt man sich oft besser

Um besser zu werden, muss man allerdings üben. Es kann aber auch ein gutes Gefühl sein, wenn etwa eine Gleichung genauso aufgeht, wie man es gelernt hat. „An diesen Momenten kann man weiterarbeiten und vielleicht ein kleines Selbstbewusstsein aufbauen“, sagt sie. Wichtig ist also auch: Sich nicht zu viel Druck machen oder glauben, dass man es eh nie verstehen kann.

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