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Wie Tierkinder Feinde veräppeln

09.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

HAMBURG (dpa). Jetzt im Frühling werden viele Jungtiere geboren. Für die Kleinen ist es gar nicht leicht, in Wald und Feld zu überleben. Denn Tierkinder können sich kaum gegen Feinde wehren. Sie haben noch keine scharfen Zähne, Hörner oder Klauen zur Verteidigung. Und so schnell flüchten wie ihre Eltern können sie auch nicht. Deshalb brauchen sie ein sicheres Versteck oder eine Art Tarnkappe der Natur.

Junge Füchse, Eichhörnchen, Baummarder, Spechte oder Kaninchen kommen in Höhlen zur Welt. Die sind ihr Versteck. Sie wagen sich erst raus, wenn sie etwas größer sind.

Tiere, die auf offenen Feldern, auf dem Waldboden oder am Strand geboren werden, müssen vom ersten Tag an vorsichtig sein, sagt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Also heißt es für sie: Mach dich unsichtbar!

Junge Hasen etwa werden auf dem Feld geboren. Hätten sie ein buntes Fell oder würden sie gleich loshüpfen, wären sie für Feinde leicht zu entdecken. Ihre Mutter legt die Häschen vorsichtig in eine Mulde im Boden. Ihr Fell hat dort die gleiche Farbe wie der Acker hellbraun. Tarnung gelungen! Die Jungtiere bleiben dort so lange wie möglich und warten auf ihre Mutter. Die kommt nur ein paar Minuten in der Abenddämmerung vorbei, um ihren Nachwuchs zu säugen. Und sie passt auf, dass Füchse oder Greifvögel sie nicht sehen. Und so auf die Spur der Babys kommen! Die Feinde wüssten dann gleich, wo sie wehrlose Leckerbissen finden können.

Auch Rehmütter sind immer nur eine kurze Zeit bei ihren Jungen. Den Rest des Tages liegen die Kitze geduckt im hohen Gras. Ihr rötlich-braunes Fell mit den hübschen weißen Flecken wirkt ein wenig bunt, aber sie sind damit in ihrer Umgebung gut getarnt, sagt Andreas Kinser. Die Tiere leben an Waldrändern, in Büschen und auf Feldern. Mit ihrem gemusterten Fell fallen sie zwischen den Sträuchern, Blättern und toten Ästen auf dem Boden kaum auf.

Ein perfektes Tarnfell tragen auch Frischlinge. So heißt der Nachwuchs von Wildschweinen. Auch Frischlinge kommen in einer Mulde zur Welt. Die hat ihre Mutter mit Laub, Gras und Heu weich gepolstert. Auf den Boden geduckt fallen die Tiere zwischen den Gräsern und Blättern kaum auf. Denn ihre Rücken sind gelblich-braun und grau gestreift.

Frischlinge liegen eng aneinander gekuschelt und sonnen sich. Foto: Uwe Zucchi

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