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Wie sagt man das in deiner Sprache?

13.04.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Experten haben bisher 6000 Sprachen auf der Welt gezählt, doch es dürften noch mehr sein

Ohne sie könnte man sich nicht so gut verständigen: Nur sprechen auf der ganzen Welt Menschen viele verschiedene Sprachen. Wie viele gibt es überhaupt? Und wie spricht man sie? Das versuchen Sprachforscher herauszufinden.

Der Laptop ist immer mit dabei, wenn der Linguist David Gil im Einsatz ist.
Der Laptop ist immer mit dabei, wenn der Linguist David Gil im Einsatz ist.

Was ist denn bitte Lesgisch? Das ist eine Sprache. Die sprechen nur einige Tausend Menschen, die im Kaukasus leben. Das ist ein Gebirge am Schwarzen Meer. Teilweise liegt der Kaukasus in Russland.

„Lesgisch finde ich besonders faszinierend“, sagt der Sprachforscher Martin Haspelmath. Er arbeitet am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (siehe Lexikon) in der Stadt Leipzig. Die liegt im Bundesland Sachsen. Sprachforscher nennt man übrigens auch Linguisten. Ein Linguist (siehe Lexikon) ist auch Martin Haspelmath. Im Kaukasus hat er Lesgisch gelernt und darüber ein Buch geschrieben.

Auf der ganzen Welt haben Experten bisher mehr als 6000 Sprachen gezählt. Fachleute schätzen aber, dass es noch viele weitere Sprachen gibt, die kaum erforscht oder sogar noch unbekannt sind. Jede einzelne hat bestimmt einige Tausend Wörter.

„Da sind wir ganz schnell bei vielen Millionen Wörtern auf der ganzen Welt“, sagt Martin Haspelmath. Er arbeitet eng mit anderen Linguisten zusammen. „Uns interessiert, wie man die Sprachen spricht, wie man sie lernt und wie sie sich unterscheiden“, sagt Martin Haspelmath. All das herauszufinden ist gar nicht so einfach. Sprachforscher versuchen etwa zu verstehen, was die vielen Wörter jeder Sprache bedeuten. Dazu fahren sie in der Welt herum. Zum Beispiel nach Asien.

„Dann muss man einen Menschen finden, der die Sprache spricht“, sagt Martin Haspelmath. Dieser Mensch muss auch noch viel Zeit haben. Denn von ihm wollen die Forscher die Sprache lernen. Das ist aber nicht wie im Englischunterricht oder in einem normalen Sprachkurs. „Man muss bei jedem Wort nachfragen: Wie sagt man das in deiner Sprache?“, erzählt Martin Haspelmath. Wenn sie genug über die neue Sprache wissen, vergleichen die Forscher: Gibt es andere Sprachen, in denen Wörter ähnlich klingen? Was ist anders? So wollen die Wissenschaftler etwa herausfinden, wie Sprachen sich entwickelt haben. Vielleicht können sie irgendwann durch eine Art Sprachen-Stammbaum genau zeigen, welche Sprachen zusammengehören. Zum Beispiel weil die Menschen, die sie heute sprechen, die gleichen Vorfahren haben. Das kann schon sehr lange her sein. Solche Sprachfamilien kennt man schon.

Deutsch zum Beispiel gehört wie auch Englisch, Friesisch und Niederländisch zu den westgermanischen Sprachen. Diese wiederum zählen zu den indoeuropäischen Sprachen. (dpa)

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