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Wie Pferde miteinander sprechen

26.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WIEN (dpa). Billy hat schlechte Laune. Als sein Stallnachbar die Nase über die Bretterwand streckt, legt er die Ohren ganz nach hinten an den Kopf. Seine Nüstern ziehen sich nach oben, und in seinen Augen funkelt es gefährlich. Dann bleckt Billy die Zähne und versucht, seinen Nachbarn zu beißen. Doch der hat schon verstanden, was los ist. Er zieht den Kopf schnell wieder zurück. Könnten Pferde sprechen, dann hätte die kurze Unterhaltung zwischen Billy und dem Nachbarpony ungefähr so geklungen: Hey Billy, hast du da drüben noch Heu? Mir ist langweilig. Verschwinde, das ist mein Heu, ich will dir nichts davon abgeben! Okay, schon gut, ich habe es verstanden. Du hast ja vielleicht schlechte Laune heute!

Tatsächlich haben die beiden Pferde keinen Ton von sich gegeben, denn Pferde unterhalten sich nur selten mit Lauten. Sie sprechen mit der Körpersprache, über Gesten und Bewegungen, erklärt Sonja Berger. Sie ist Tierärztin an einer Uni in Wien, der Hauptstadt Österreichs. Wenn man die Tiere sorgfältig beobachtet, kann man schnell herausfinden, welche Zeichen sie verwenden.

Besonders wichtig sind die Ohren und der ganze Gesichtsausdruck, sagt Sonja Berger. Die Ohren können sich nach vorne und hinten drehen, und zwar ganz unabhängig voneinander. Manchmal liegen sie auch ganz flach am Kopf und das ist nie ein gutes Zeichen. Das bedeutet nämlich schlechte Laune, Angst und Angriffslust. Die Nüstern die großen Nasenlöcher können sich ebenfalls ärgerlich kräuseln oder entspannt öffnen. Und die Augen schauen mal müde, mal wach, mal wütend drein, genauso wie bei uns Menschen.

Pferde haben einen guten Grund, sich möglichst stumm zu unterhalten. Sie sind Fluchttiere, erklärt die Tierärztin. Deshalb ist es für sie besser, in der Wildnis nicht zu viele Geräusche zu machen, um keine Raubtiere anzulocken.

Pferde können aber nicht nur Angst oder Ärger ausdrücken, sondern sich auch freundschaftlich begrüßen, erklärt Sonja Berger. Freundlich, das heißt: die Ohren nach vorn gestellt, entspannte Nüstern, ein wacher Blick. Genau dieses Gesicht hat Billy gerade aufgesetzt, denn seine Besitzerin kommt durch den Stall auf ihn zu. Er begrüßt sie mit einem leisen Brummeln, denn er langweilt sich in seiner kleinen Box. Als sie ihn nach draußen führt, legt Billy noch einmal die Ohren an und giftet in Richtung seines Nachbarn. Das ist immer noch mein Heu, scheint er zu sagen. Also nimm die Nase aus meiner Box!

Eine Wildpferdstute steht mit ihrem Fohlen auf einer Weide. Foto: Horst Ossinger

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