Paulas Nachrichten

Wie man im Internet Spuren hinterlässt

27.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Ich bin Max und interessiere mich für Basketball“: Das hat ein Junge gleich angegeben, als er sich bei SchülerVZ oder Facebook angemeldet hat.

Später hat er seine Lieblingsfilme aufgelistet, sich die Profile seiner Freunde angeschaut, oft auf „Gefällt mir“ geklickt . . .

Doch all das bleibt nicht unbemerkt. Alles, was ein Nutzer schreibt oder anklickt, erfährt der Betreiber des sozialen Netzwerkes – wie die Macher von Facebook etwa. Die Betreiber sammeln die Daten. „Sie analysieren genau, worauf ich klicke. Jedes Mal, wenn ich etwas mache, wird die Datenbank über mich gefüttert“, sagt Experte Markus Hansen.

Die Infos sammelt ein Programm, von dem man selbst gar nichts mitbekommt. Das Programm läuft auf den Computern des Anbieters. Diese Computer heißen Server (gesprochen: sörwa). Sie stehen in riesigen Rechenzentren.

Das Programm bewertet die Infos. Wichtig sind zum Beispiel Interessen, die Freunde des Nutzers auch haben, sagt der Experte. Aus den Infos versucht das Programm dann zu berechnen, wofür das Mitglied sich interessiert. Und welche Werbung zu dem Nutzer passt. Der Server liefert die Werbung dann aus. Auf den Seiten des sozialen Netzwerkes sieht der Nutzer dann Werbung. Die hat das Programm genau für ihn ausgesucht.

So verdienen soziale Netzwerke nämlich ihr Geld. „Sie verkaufen Werbung. Je mehr Infos von mir gesammelt werden, desto gezielter kann mich die Werbung treffen“, sagt der Fachmann.

Soziale Netzwerke sammeln übrigens nicht nur Infos, die man auf deren Seiten hinterlässt.

Auch wenn der Nutzer eingeloggt ist, gleichzeitig aber auf einer anderen Webseite etwas liest, kann das soziale Netzwerk das mitbekommen. Wenn auf der Seite der Button „Gefällt mir“ ist, sagt Markus Hansen.

Viele Leute finden es nicht gut, dass manche Unternehmen so an Infos über Menschen gelangen. Sie fordern, dass die Daten besser geschützt werden müssen. Darüber wird auch gerade wieder geredet. Denn am Mittwoch hat eine Politikerin neue Regeln dafür vorgeschlagen. Sie sollen für die Europäische Union gelten. Das ist eine Gemeinschaft von Ländern in Europa. Dazu gehört auch Deutschland.

Nicht nur über soziale Netzwerke werden Infos über einen gesammelt. Sondern auch wenn man auf anderen Seiten im Internet herumsurft. Foto: Julian Stratenschulte

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