Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Wie in echt, nur geschrumpft

09.10.2021 05:30, Von Karlotta Ehrenberg — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit nur wenigen Schritten mehrere Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Berlin umrunden. Geht das? Na klar! In einem Modellpark. Dort sind alle Gebäude winzig klein.

Der Modellbauer Alexander Bölk kniet vor der Siegessäule im Modellpark Berlin-Brandenburg. Wenn er sich hinkniet, ist er doch wieder kleiner als viele seiner Modelle.  Fotos: Karlotta Ehrenberg/dpa
Der Modellbauer Alexander Bölk kniet vor der Siegessäule im Modellpark Berlin-Brandenburg. Wenn er sich hinkniet, ist er doch wieder kleiner als viele seiner Modelle. Fotos: Karlotta Ehrenberg/dpa

BERLIN. Einmal wie ein Riese von oben auf Dächer von hohen Gebäuden blicken. Oder einen Kirchturm ganz aus der Nähe sehen. Das geht normalerweise nicht. Wenn aber die Gebäude und Kirchen viel kleiner sind als normal, dann ist das möglich.

Gleich mehrere solcher geschrumpften Bauwerke auf einmal findet man in Modellparks. Diese zeigen meist sogar außergewöhnliche Gebäude: bekannte Schlösser, Statuen, Türme und Kirchen. Einer dieser Parks befindet sich in der Hauptstadt Berlin. Dort stehen mehr als 80 Modelle von Gebäuden aus der Umgebung.

In diesem Park arbeitet Alexander Bölk. Er stellt die Modelle her und repariert sie, wenn etwas kaputt geht. „In unserem Modellpark haben wir einen Maßstab von 1 zu 25“, sagt er. „1 zu 25“ bedeutet, dass die Modelle 25-mal kleiner sind als die Bauwerke in Wirklichkeit. So kann ein Erwachsener etwa von außen in einen Uhrenturm hineinschauen.

Das Mini-Rathaus besteht aus klitzekleinen Sandsteinen. Am Eingang befinden sich winzige Steinköpfe. All diese Verzierungen herzustellen, ist nicht so einfach. Alexander Bölk erklärt: „Bevor wir uns an das echte Modell wagen, machen wir erst einmal viele Probemodelle.“

Für den Bau der Modelle braucht er die Baupläne des echten Gebäudes. Fehlen die, muss er selbst alles nachmessen. Auch Fotos sind im Modellbau eine große Hilfe. „Wichtig ist aber vor allem, dass man das Bauwerk aus eigener Erfahrung kennt“, sagt Bölk. „Dafür muss man sich das Gebäude vor Ort ganz genau anschauen.“

Der Modellbauer arbeitet gerade an einem Rathaus. Die Regenrinne und das Regenrohr etwa sehen so aus, als seien sie aus Metall. Doch das täuscht. „Die sind aus Kunststoff, so wie fast alle anderen Teile“, sagt er.

Der Grund: Die Miniaturen stehen das ganze Jahr über draußen, müssen also wetterfest sein. Plastik ist meist sehr beständig, geht also nicht so schnell kaputt.

Manche Kunststoffteile werden in Formen gegossen. „Die meisten sägen wir aber zu“, sagt Bölk. Gerade fertigt er ein Stück, das das Gebäude von innen festigen soll. Die Modelle müssen nicht nur dem Wetter standhalten, sondern auch vielen Fingern. Die Besucherinnen und Besucher des Parks fassen die Gebäude nämlich gerne an. „Das machen nicht nur Kinder gern – obwohl das eigentlich verboten ist.“

Sind alle Teile zusammengesetzt und geklebt, wird das Modell noch mit wetterfesten Farben bemalt. So bekommt das Rathaus wieder frisches Grün auf die Dächer und Balkone. Zudem werden einzelne winzige Steine in der Fassade grün lackiert. Braucht man für diese fisselige Arbeit sehr feine Finger? „Nö, das kann man auch mit Wurstfingern machen“, meint Alexander Bölk. „Das Wichtigste ist Ehrgeiz. Und viel Geduld.“

Paulas Nachrichten

Paula hat ein Herz aus Gold

Paulas Thema heute: Das Edelmetall findet sich in vielen Redensarten

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche bin ich wie immer in unser Heimbüro gewatschelt. Der Andreas, mein Reporterfreund. hat gemeint: „Oh, Paula, ich muss gleich mit unseren Kollegen reden. Aber ich…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten