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Wie in der Textil-Druckerei Farbe aufs T-Shirt kommt

08.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Sommer sind sie der Renner: bunt bedruckte T-Shirts. Aber wie kommen die knalligen Schriftzüge und bunten Bilder überhaupt auf die Klamotten? Das weiß Matthias Wiegele. Er arbeitet nämlich in einer Textil-Druckerei.

Um Klamotten zu bedrucken, braucht man als Erstes: Klamotten. In der Firma von Matthias Wiegele stapeln sich deshalb haufenweise bunte T-Shirts, Pullis, Mützen und Stofftaschen in Pappschachteln. „Wir bedrucken alle möglichen Sachen aus Stoff“, sagt Matthias. Ihm gehört zusammen mit zwei Freunden eine Textil-Druckerei in München in Bayern.

Das Bedrucken machen sie mit einer besonderen Technik: dem Siebdruck. „Beim Siebdruck wird die Farbe mit Hilfe von speziellen Sieben auf die Klamotten gebracht“, erklärt Matthias. Doch erst mal geht’s an ein besonderes Gerät: das Karussell. „Das heißt so, weil es sich im Kreis dreht“, sagt der Siebdruck-Experte. Es sieht ein bisschen aus wie eine riesige Krake:

Von einem kleinen Tisch ragen vier Metallarme und vier kleine weiße Tischchen in die Höhe. In die Arme kommen die Siebe. Auf denen ist das Muster zu sehen, das auf das T-Shirt soll. Auf die Tischchen kommen die T-Shirts. Damit die nicht verrutschen, sind die Tische etwas klebrig. Matthias legt die T-Shirts auf die kleinen Tische und streift sie glatt.

Nun kann es losgehen: Matthias zieht den Metall-Arm mit dem flachen Sieb darin nach unten, sodass es genau auf dem T-Shirt liegt. Mit einem Spachtel gibt er einen Klacks Farbe auf das Sieb. Dann streicht er mit einer Art Gummi-Lineal den Farbklecks über das Sieb – rauf, runter. Dann zieht er das Sieb wieder hoch. Und schon ist auf dem T-Shirt ein farbiges Bild. In großen Firmen, in denen riesige Mengen an T-Shirts hergestellt werden, macht das oft eine Maschine.

Nun fährt Matthias eine Art Heizgerät auf Rollen herbei. Er schiebt es für ein paar Sekunden über das T-Shirt. „So trocknet die Farbe schon ein bisschen, bevor die nächste Farbe draufkommt“, erklärt er. Denn jetzt dreht Matthias die Metall-Arme des Karussells eine Runde weiter: Das nächste Sieb ist dran. „Jede Farbe braucht ein eigenes Sieb“, sagt er. Insgesamt vier verschiedene Farben kann Matthias mit seinem Karussell auf Klamotten drucken.

Sind alle Farben drauf, zieht er vorsichtig das T-Shirt vom Tischchen und legt es auf ein kleines Förderband. Das befördert das T-Shirt nun durch einen sogenannten Trockenkanal: Ein Gerät, in dem es um die 350 Grad Celsius heiß ist! Darin wird der neue Aufdruck erst richtig fest. Am Ende flutscht das T-Shirt vom Förderband in eine Schachtel – und ist bunt bedruckt.

Matthias Wiegele arbeitet in einer Textil-Druckerei und bedruckt T-Shirts. Foto: Maria Rossbauer

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