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„Wie Fliegen im Wasser“ – Jenny schwimmt wie ein Delfin

04.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jenny verbringt ihre Freizeit gern im Wasser. Sie hat eine besondere Technik drauf – mit einem Schnorchel und einer riesigen Flosse. Die erinnert an eine Meerjungfrau.

Bei den Berliner Meisterschaften 2012 im Finswimming sitzt Jenny kurz vor dem Start auf dem Startblock. Sie trägt schon ihre Flosse und den Mittelschnorchel. Foto: Sabine Blaesche
Bei den Berliner Meisterschaften 2012 im Finswimming sitzt Jenny kurz vor dem Start auf dem Startblock. Sie trägt schon ihre Flosse und den Mittelschnorchel. Foto: Sabine Blaesche

Schnell gleitet Jenny durch das Wasser. Ihr Körper ist langgestreckt und liegt dicht unter der Wasseroberfläche. Im Mund hat sie einen Schnorchel. Beide Füße stecken zusammen in einer Riesenflosse. Ihren Körper bewegt sie wellenförmig, so bekommt sie einen kräftigen Schub nach vorn.

Wie ein Delfin schwimmt die 14-Jährige. Ihre Art, im Wasser vorwärtszukommen, nennt man Finswimming. Die Sportart ist eher selten. Vielleicht hast du trotzdem schon einmal solche Schwimmer gesehen. Vor allem wegen der Riesenflosse fallen sie ziemlich auf. Fin ist übrigens das englische Wort für Flosse und swimming steht für schwimmen. Finswimming bedeutet also Flossenschwimmen.

Jenny trainiert seit zwei Jahren im Tauchclub Potsdam im Bundesland Brandenburg. Ihr gefällt Finswimming gut. „Es ist ein bisschen so wie Fliegen im Wasser“, erzählt sie. „Die Technik ist nicht ganz einfach“, sagt die Schülerin allerdings.

Schritt für Schritt hat sie die Technik gelernt. „Zuerst bin ich mit normalen Flossen geschwommen und habe die Delfinbewegung gelernt. Als die saß, ging es mit der Monoflosse weiter“, erzählt Jenny. Das regelmäßige Auf und Ab der Beine und Füße dieser Schwimmer ähnelt dem Flossenschlag eines Delfins. Wichtig ist bei der Technik auch, dass die Arme nach vorn gestreckt sind und die Hände übereinander greifen. Der Kopf liegt zwischen den Armen.

Jenny atmet durch einen Mittelschnorchel. Der verläuft nicht wie bei einem normalen Schnorchel für das Tauchen an der Seite des Kopfes. Sondern er geht vom Mund über die Nase nach oben.

An ihre Vorbilder aus der Tierwelt, die Delfine, kommt Jenny in Sachen Tempo zwar bei Weitem nicht heran. Aber auch Jenny ist schon schnell. Sie schwimmt 100 Meter in rund 55 Sekunden. Ihr Ziel: schon bald unter 50 Sekunden bleiben.

Eintauchen und los

Flossenschwimmer können auch bei Wettkämpfen mitmachen. Es gibt zwei unterschiedliche Disziplinen beim Finswimming. Das Flossenschwimmen an der Wasseroberfläche mit einem Schnorchel ist das, was Jenny meist macht.

Dabei schwimmen die Sportler zum Beispiel über 50 Meter, 100 Meter, 200 Meter oder mehr um die Wette. In einem großen Schwimmbad ist eine Bahn 50 Meter lang. Wer 100 Meter schwimmt, legt also zwei Bahnen zurück.

Beim Finswimming gibt es aber auch Wettkämpfe, bei denen sich die Flossenschwimmer über 20 Kilometer quälen. Dafür brauchen sie mehrere Stunden. Die Rennen finden dann draußen in freien Gewässern statt.

Bei der anderen Disziplin haben die Sportler keinen Schnorchel. Sie tauchen tiefer unter Wasser – oft mit einem Gerät, mit dem sie Luft bekommen. Manchmal haben sie aber auch kein Gerät.

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