Paulas Nachrichten

Wie das Rot zum Weihnachtsfest kam

24.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rote Kerzen, rote Christbaum-Kugeln, rotes Geschenkpapier: Zu Weihnachten sehen wir alle viel Rot. Aber warum Rot in der Weihnachtszeit so eine wichtige Farbe ist, weiß kaum jemand ganz sicher.

Der Religionsforscher Manfred Becker-Huberti hat aber eine mögliche Erklärung: „Das Rot ist zu Weihnachten genauso wichtig wie das Grün. Die beiden Farben kommen aus der Paradies-Erzählung“, meint er. Die erzählt in der Bibel die Geschichte von Adam und Eva. Die zwei lebten im Paradies, bis sie eine Frucht vom Baum der Erkenntnis aßen. Das war verboten. Dann hat Gott sie rausgeworfen, heißt es in der Bibel. Nun stehe zu Weihnachten das Grün für den Baum und das Rot für die Frucht, sagt Manfred Becker-Huberti

„Früher gab es nämlich zu Weihnachten in der Kirche nicht nur ein Krippenspiel, sondern auch ein Paradiesspiel, das die Geschichte von Adam und Eva erzählte.“ Dabei ist das Rot zu Weihnachten für viele gar keine nur fröhliche Farbe. „Sie steht für die Sünde“, sagt der Experte Becker-Huberti. „Und auch für den Tod, für das Sterbenmüssen.“ Das klingt seltsam, denn eigentlich ist Weihnachten doch ein fröhliches Fest: Die Christen feiern die Geburt von Jesus. Aber andererseits ist Jesus später für die Rettung der Menschheit gestorben – so glauben es die Christen. Aber auch außerhalb der Kirche hat Rot oft etwas ganz Besonderes. Es ist zum Beispiel die Farbe der Liebe. Aber wir sehen auch manchmal „rot“ vor Wut – so sagt man. Rotes Blut ist ein Zeichen für Leben, aber wenn es vergossen wird, kann das auch den Tod bedeuten. Rotes Feuer kann wärmen oder verbrennen. Rot ist also eine Farbe, die manche zugleich mögen und fürchten. So ähnlich ist es auch mit dem Weihnachtsmann. Er oder der Knecht Ruprecht machen kleinen Kindern auch Angst. Und Eltern drohen damit, dass nur brave Kinder Geschenke bekommen!

Dass auch unser Weihnachtsmann rot angezogen ist, ist aber eine lange, andere Geschichte – und hat auch mit dem Zufall zu tun. Manfred Becker-Huberti erzählt: „Früher brachte der Nikolaus Geschenke.“ Vor Hunderten von Jahren wurde das Schenken aber auf Weihnachten verlegt. Und erst später tauchte der Weihnachtsmann auf. Sein Aussehen von heute hat viel damit zu tun, dass Holländer den heiligen Nikolaus – den Sinterklaas – mit in die USA nahmen. Dort wurde er zum Santa Claus. Und dann übernahm die Firma Coca-Cola den rot-weißen Weihnachtsmann für ihre Werbung. Danach hat er sich auch bei uns in dem Aussehen verbreitet.

Vier angezündete rote Adventskerzen, aufgenommen 2004. Rote Kerzen, rote Christbaum-Kugeln, rotes Geschenkpapier: Zu Weihnachten sehen wir alle viel Rot. Aber warum Rot in der Weihnachtszeit so eine wichtige Farbe ist, weiß kaum jemand ganz sicher. Foto: Heiko Wolfraum

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