Paulas Nachrichten

Wie aus einem Kirschkern ein ganzer Baum wird

05.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hast du schon mal beim Kirschkern-Weitspucken mitgemacht? Wenn ja, dann hast du vielleicht ganz nebenbei einen Kirschbaum gepflanzt. Viele große Bäume fangen mit einem kleinen Samen an. Der steckt meist in einer Frucht. Manchmal ist um den Samen noch eine Schutzhülle herum, das zusammen ist der Kern.

Im Samen ist das Erbgut des neuen Baumes gespeichert. Es bestimmt zum Beispiel die Größe, die Farbe, die Blattform und wie die Rinde aussieht. Damit aus einem Kirschkern ein Baum wächst, muss der Kern in die Erde. Wird die Schale des Kerns nass, weicht sie langsam auf. Dann lässt sie Wasser nach innen zum Samen durch. Der Samen wird feucht und fängt an zu keimen. Das heißt, eine kleine Pflanze entsteht, mit ganz kleinen Blättern und ersten dünnen Wurzeln.

Nach einer Weile wird es dem Keimling zu eng in dem Kern. Dann bricht die Schale auf. Und die Blätter und Wurzeln schlängeln sich aus der Öffnung heraus. Die Wurzeln beginnen nach unten zu wachsen. Dort nehmen sie wichtige Nährstoffe auf, damit aus dem kleinen Keimling schnell ein großer Baum wachsen kann.

Die Blätter wachsen ganz schnell nach oben. Am Anfang sind bei dem Pflänzchen eines Kirschbaums nur zwei Blätter zu sehen. Dann kommen immer mehr dazu. Der Stiel wird langsam immer dicker und zu einem Stamm. Irgendwann ist der Baum schließlich groß genug und bekommt im Frühling Blüten. Und aus denen entstehen die ersten Kirschen. Die kannst du dann wieder zum Kirschkern-Weitspucken nehmen.

Der vierjährige Damian pflückt reife Früchte von einem Kirschbaum. Foto: Patrick Pleul

Paulas Nachrichten

Gärtnern in der Kiste:

So legst du ein Mini-Hochbeet an

Du hast Lust auf selbst angebautes Obst und Gemüse, aber keinen Platz für ein großes Beet? Dann leg dir doch ein Mini-Beet an: in einer Holzkiste. Das passt auf jeden Balkon. Ein Gartenexperte erklärt, worauf du achten…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten