Paulas Nachrichten

„Wichtig ist, dass ihr an eure eigene Sicherheit denkt“

25.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Hilfe! Ich ertrinke!“ Der Ruf kommt aus dem Wasser, ein paar Meter vom Ufer entfernt. Glen – elf Jahre alt – steht am Strand. Er hat einen rot-gelben Rettungssack in der Hand. Daran hängt eine lange Schnur. Glen schleudert den Sack in die Richtung, aus der die Hilfeschreie kommen. Aber die Schnur verheddert sich. Der Sack landet ein paar Meter vor dem Mann im Wasser. „Hilfe – ich ertrinke immer noch!“, ruft der 18-jährige Chris und fuchtelt mit den Armen. „Mir wird auch langsam kalt.“

Chris stellt sich hin. Jetzt sieht man, dass das Wasser gar nicht tief ist. Es geht ihm nur bis zur Badehose. „Ich versuch’ es noch mal“, ruft Glen und holt den Rettungswurfsack wieder ein. Er wirft den Beutel noch mal mit voller Kraft in Chris’ Richtung. Diesmal kommt er ein paar Meter näher ran. Die anderen Kinder am Strand gucken genau zu, wie Glen das macht. Denn gleich sollen sie es selbst ausprobieren.

Glen, seine Schwester Lisa, 14 Jahre alt, Jasper, 12 Jahre alt, und Max, 15, gehören zu einer Jugendgruppe der DLRG. Das ist die Abkürzung von Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Chris, der im Wasser steht, ist ein fertig ausgebildeter Rettungsschwimmer. Glen und die anderen haben Badesachen an und gelbe T-Shirts, auf denen ihre Namen stehen. Sie üben, Leute aus dem Wasser zu ziehen. Dafür gibt es Rettungsring, Rettungsleine und diesen Wurfsack. Eine Leine möglichst weit hin zu einem Menschen im Wasser zu werfen, ist schwierig und anstrengend. Und vielleicht steht der Helfer später auf einem rutschigen Steg – in der Nacht.

„Wichtig ist, dass ihr an eure eigene Sicherheit denkt“, sagt Nils. Der 25-Jährige ist einer der Leiter der Gruppe. „Auch Rettungsschwimmer können nämlich ertrinken.“ Glen, Lisa, Jasper und Max lernen deshalb, die Gefahren am Wasser einzuschätzen. Wo ist die Strömung besonders stark? Wie lange kann ich im kalten Wasser schwimmen? Ein bisschen Gänsehaut haben die vier, als sie aus dem kühlen Wasser kommen.

Aber dafür steht nach der Übung noch eine Runde mit dem Rettungsboot auf dem Programm. Das dürfte Max gefallen: „Ich wollte vor meinen Freunden angeben, darum bin ich zur DLRG gegangen“, sagt der 15-Jährige und lacht. Er erzählt auch, dass er mal selbst im Wasser in Gefahr geraten ist. „Ich hatte mal beim Schwimmen einen Krampf im Bein.“ Max war froh, dass ihm damals jemand half.

Rettungsschwimmer Nils und Stephie zeigen den Kindern der Jugendgruppe die Rettungsleine. Foto: Oliver Diedrich

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