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Wertvolle Zwiebeln

27.04.2013 00:00, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor einigen Hundert Jahren wurden Tulpen sehr teuer gehandelt

Tulpen waren sehr kostbar.
Tulpen waren sehr kostbar.

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Holland für Tulpen sehr bekannt ist. Es gibt sogar ein Lied, in dem „Tulpen aus Amsterdam“ besungen werden.

Und Amsterdam ist eine große Stadt in den Niederlanden. Ursprünglich wuchsen in Europa keine Tulpen. Sie stammen aus einer Gegend, in der heute die Türkei liegt. Doch wie kam die erste Tulpe aus dieser Region nach Holland? Darüber erzählt man sich folgende Geschichte: Vor etwa 450 Jahren soll ein Textilhändler eine Tulpenzwiebel in einem aus dem vorderasiatischen Raum kommenden Stoffballen gefunden und achtlos auf einen Misthaufen geworfen haben. Als er einige Zeit später an dem Misthaufen vorbeikam, bemerkte er ein farbenprächtiges Gewächs, das er noch nie zuvor gesehen hatte. Ob das stimmt, lässt sich schwer sagen. Sicher ist aber, dass ein Mann namens Carolus Clusius im Jahr 1592 ein Buch über Tulpen geschrieben hat. Der Pflanzenkundler betrieb aber auch Tauschgeschäfte mit Tulpenzwiebeln und förderte so ihre Verbreitung über ganz Europa. Vor allem reiche Kaufmänner rissen sich förmlich um die teuer gehandelten Blumen. Der Handel mit Tulpenzwiebeln hatte aber auch seine Schattenseiten. Er löste im Februar 1637 den ersten Börsenkrach der Wirtschaftsgeschichte aus. Das bedeutet: Es kam zu einem großen Geldverlust. Kurz zuvor hatte eine Tulpenzwiebel Preise von bis zu 10 000 Gulden erzielt. Zum Vergleich: Durchschnittlich verdiente ein Holländer zu dieser Zeit 150 Gulden im ganzen Jahr.

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