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Wer schickt euch wann in die Ferien? Während für Berliner Schüler die Sommerpause naht, ist in Baden-Württemberg noch Schule

19.06.2013 00:00, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Für Moritz aus Berlin beginnen am Donnerstag die Sommerferien. Sein Cousin Julius aus Stuttgart muss dagegen noch einige Wochen die Schulbank drücken. Und wenn Julian dann am 25. Juli endlich in die Sommerpause starten kann, neigen sich für Moritz die großen Ferien schon dem Ende zu. Das ist für die beiden Elfjährigen ziemlich blöd: Denn die Jungs verstehen sich gut und würden zu gern mal für zwei Wochen Ferien gemeinsam verbringen. Sie würden sich besuchen oder noch lieber mit ihren Familien gemeinsam verreisen. Das wäre ein Spaß!

Diese Schüler haben’s gut: Für sie ist das Schuljahr zu Ende. Foto: dpa
Diese Schüler haben’s gut: Für sie ist das Schuljahr zu Ende. Foto: dpa

Dumm nur, dass in Deutschland die sechswöchigen Schulferien im Sommer je nach Bundesland einen anderen Zeitraum einnehmen. Im Extremfall – wie für Julius aus Stuttgart und Moritz aus Berlin – überschneiden sich die Ferien nur eine Woche. Warum ist das eigentlich so?

In welchem Bundesland die Sommerferien wann beginnen, legt die Kultusministerkonferenz in Berlin fest. Vertreter aus allen Bundesländern sitzen dort. Denn in Deutschland ist Bildung und Kultur Ländersache. Über den gestaffelten Beginn der Sommerferien wird aber in Berlin entschieden. Die Termine stehen bis 2017 fest.

Die Bundesländer sind dafür in fünf Gruppen eingeteilt. Oft liegen die Länder einer Gruppe nebeneinander und starten gemeinsam in die Ferien. Auf größere Länder wie Baden-Württemberg oder Bayern trifft das nicht zu. Am 25. Juli jubeln nur die Schülerinnen und Schüler von Baden-Württemberg über den Ferienbeginn. In Bayern ist es eine knappe Woche später so weit.

Ein Grund für die verschiedenen Ferienzeiten ist: Es sollen nicht alle Familien am gleichen Tag verreisen. Dann würde es auf den Straßen noch mehr Staus geben. Auch in den Hotels und Ferienhäusern würde es viel weniger freie Plätze geben.

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