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Wer entdeckt den Nasentrompeter?

21.01.2013, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Freiburger Münster läuft Regenwasser aus nackten Steinhintern

Freiburger Münster und Marktplatz Foto: dpa

Wie jedes Münster ist auch das in der südbadischen Stadt Freiburg für Gottesdienste und Gebete erbaut worden.

Doch dafür hätte es eigentlich auch eine kleine Kirche getan. Eine solche gab es an der Stelle, auf der heute das Münster steht, tatsächlich. Doch weil die Stadt vor 893 Jahren das Recht erworben hatte, einen Markt abzuhalten, war sie rasch gewachsen und zu einigem Wohlstand gekommen. Und genau das wollten die stolzen Bewohner durch den Bau eines stattlichen Münsters weithin zeigen. Daher musste das Münster der Freiburger natürlich ziemlich groß werden.

Der Turm ist etwa so hoch wie zehn gestapelte Reisebusse: nämlich 116 Meter. Genauso viele Meter misst das Gebäude in der Länge. Die innere Breite beträgt 30 Meter. 300 Jahre lang – bis zum Jahr 1530 – wurde an dem imposanten Bauwerk aus Buntsandstein gearbeitet.

Das bedeutet: Keiner der Steinmetze und Handwerker, die anfangs auf der Baustelle gearbeitet haben, hat die Fertigstellung erlebt. Das brauchte 24 Generationen.

Und weil der Buntsandstein unter dem Regen, dem Kot der Tauben und den Abgasen ziemlich litt und leidet, ist an dem Bauwerk auch heute immer etwas zu tun.

Dass Regenwasser dem Mauerwerk nicht guttut, wussten schon die frühen Baumeister. Deswegen sind außen am Münster viele Wasserspeier in Form von Ungeheuern, Drachen und seltsamen Figuren zu sehen. Manche von ihnen haben blanke Hintern, andere sind Tiere – Löwen oder Wildschweine. Sie sollten das Böse von der Kirche und zugleich das Regen- und Schmelzwasser von den Mauern fernhalten.

Bunte Gestalten sind auch am Hauptportal zu entdecken. Darunter der Nasentrompeter. Die Figur heißt so, weil er mit seinem Nasenrüssel den Marsch bläst.

Mit vollem Namen heißt die Marienkirche „Münster unserer lieben Frau“. Wer sich auf die Suche nach Maria macht, findet 120 Bildnisse: als Steinskulptur, Schnitzbild, auf dem Altarbild des Straßburger Künstlers Hans Baldung Grien oder in den Glasfenstern.

Darin sind auch ganz simple Dinge zu entdecken: eine Brezel, eine Schere, ein Stiefel oder Werkzeuge. Diese Fenstermotive erzählen davon, dass Bäcker, Schuster und andere Berufsgruppen Geld für den Bau gespendet hatten. Wie sehr das Münster mit dem Leben zu tun hatte, zeigen die Brotmaße im äußeren Mauerwerk.

Dort wurde das Brot vermessen. War es zu klein, wurde der Bäcker bestraft.

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